Das südliche und das östliche Ohr des Wiesbadener Kreuzes werden von Montag an gesperrt.

Wiesbaden

Wiesbadener Kreuz: Zwei Rampen werden von Montag an gesperrt

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
    schließen

Nach der einwöchigen Sperrung folgen weitere Bauarbeiten. Abgeschlossen werden sollen sie im Herbst 2020.

Vom kommenden Montag an können Autofahrer für eine Woche am Wiesbadener Kreuz die Autobahnen 3 und 66 nicht in alle Richtungen wechseln. Wer von Wiesbaden kommt und in Richtung Köln fahren möchte, muss Umleitungen nutzen. Das Gleiche gilt für Autofahrer, die von Würzburg nach Wiesbaden möchten.

„Wir müssen die Ohren in ihre endgültige Lage bringen“, erläutert Matthias Achauer von der Behörde für Straßen- und Verkehrsmanagement Hessenmobil. Gemeint ist, dass zwei der vier indirekten Verbindungsrampen gesperrt werden müssen, um ihr Straßenniveau an das des neuen Brückenbauwerks anzugleichen. Dazu werden im 24-Stunden-Betrieb 5100 Kubikmeter Erde bewegt und verschiedene Asphaltschichten auf die Fahrbahn aufgebracht. Am Wiesbadener Kreuz wird seit 2017 gebaut; das Bauwerk, das die A3 über die A66 führt, wurde neu errichtet, weil das alte aus dem Jahr 1952 der heutigen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen war.

Umleitung

Die Autofahrer werden gebeten, von Montag, 9. März, 22 Uhr, bis Montag, 16. März, 6 Uhr, das Wiesbadener Kreuz zu meiden und den Umleitungen zu folgen. Infos: mobil.hessen.de und Bauprojekte und Rhein-Main.

Rund 200 000 Fahrzeuge fahren täglich über das Wiesbadener Kreuz, das zu den frequenzstärksten Autobahnkreuzen in Hessen gehört. 50 Millionen Euro kostete das neue Bauwerk. Jetzt stehen Folgearbeiten bevor.

„Das Wiesbadener Kreuz ist unsere Musterbaustelle“, sagt Alexander Pilz, Regionalbevollmächtigter bei Hessenmobil. Die Arbeiten seien im Zeitplan geblieben, die Teil- und Vollsperrungen in den verkehrsschwachen Zeiten hätten ausgereicht. Im Herbst 2020 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Nach diesen ersten beiden „Ohren“ ist für Ende April die Sperrung der beiden anderen geplant, um auch sie an das Niveau des neuen Hauptkreuzungsbauwerks anzupassen. Im Mai oder Juni sollen die Behelfsfahrbrücken rückgebaut werden, dann ist mit einer Vollsperrung der A66 zu rechnen. Im Anschluss sei man „aus dem Gröbsten raus“, so Achauer, es folge der Rückbau der Behelfszufahrten und anderes, was den Verkehr am Wiesbadener Kreuz nicht tangiere.

Mehr zum Thema

Kommentare