Mainz

Rückschlag für Citybahn in Wiesbaden

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Stadt Mainz erwägt Personalabzug aus dem Unternehmen, das die umstrittene Citybahn umsetzen soll.

Dem in Wiesbaden umstrittenen Straßenbahnprojekt Citybahn droht ein weiterer Rückschlag. Nachdem der Bürgerentscheid wegen der Corona-Krise verschoben werden musste, gibt es in Mainz Überlegungen, Personal aus der gemeinsamen Citybahn GmbH abzuziehen. Die Straßenbahn soll die beiden Städte verbinden. Die Fachzeitschrift „Nahverkehrsnachrichten“ hatte kürzlich über eine Sitzung des Beirats berichtet, in der der Personalabzug Thema sein sollte. Demnach sollen die Fachleute temporär abgezogen und in anderen Ausbauprojekten eingesetzt werden. Aus städtischen Kreisen heißt es, es gehe um drei Mitarbeiter: den kaufmännischen Geschäftsführer, seine Assistentin und einen Planer.

Während sich die Mainzer Seite zugeknöpft gibt und auf ein Zitat von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) verweist, wonach Mainz zur Citybahn stehe, heißt es in Wiesbaden hinter vorgehaltener Hand, die Mainzer seien unzufrieden damit, wie das Projekt von Wiesbadener Seite geführt wird. Dennoch sei die Entscheidung überraschend gewesen. Der Personalabzug soll ein Tagesordnungspunkt der Gesellschafterversammlung sein, die im Juni ansteht. Dem Vernehmen nach werden derzeit Gespräche geführt, um die Mainzer doch noch zum Bleiben zu bewegen. 

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