Kreativfabrik

Rassistische Botschaften in Wiesbaden

  • Jonas Nonnenmann
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Die Kreativfabrik (KREA) beobachet vermehrt rechtsextreme Schmierereien.

Die Kreativfabrik (KREA) beobachtet vermehrt rechtsextreme Schmierereien. „Immer wieder tauchen in den letzten Wochen antisemitische, rassistische und menschenverachtende Schmierereien und Sticker in Wiesbaden im Allgemeinen und auf dem Gelände des Kulturparks im Besonderen auf“, heißt es in einer Mitteilung. Darauf stehe zum Beispiel „Nazi-Kiez“ oder „Juden töten“. Durch die im Zuge der Corona-Maßnahmen weniger belebten öffentlichen Plätze sei es für Neonazis und andere Rechtsextreme offenbar einfacher, Botschaften zu hinterlassen.

Die Rechten wollten zeigen, „dass sie als Neo-Nazis vor Ort existieren und gewillt sind, jenen Kampf mit allen Mitteln zu führen“, vermuten die Macher der KREA. Ideologischen Gegnern wie Juden und Muslimen solle signalisiert werden, dass sie nicht sicher sind.

Solche Schmierereien stehen laut KREA „in funktionaler Verbindung“ zu rechtsextremem Terror wie den Anschlägen in Halle und Hanau. Die KREA stelle sich dieser Einschüchterungstaktik in den Weg. „Wir stehen solidarisch mit allen Menschen, die von menschenfeindlicher Ideologie betroffen sind. Für eine offene und bunte Gesellschaft in Wiesbaden und überall“. 

Jonas Nonnenmann

Die Neonazi-Splitterpartei „Der Dritte Weg“ mobilisiert in Hessen zu einer Kundgebung in Haiger. Dort ist ein Streit um den islamischen Muezzin-Ruf eskaliert.

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