Wiesbaden

Plan gegen zunehmende Vermüllung in Wiesbaden

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Um das Problem überfüllter Papierkörbe in den Griff zu bekommen, schlägt Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler vor, dass der Städtische Betrieb ELW künftig alle Papierkörbe leert. Bislang sind dafür diverse Ämter und Unternehmen zuständig.

Künftig sollten alle Papierkörbe von den Entsorgungsbetrieben der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) geleert werden, schlägt Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) vor. Derzeit liegt die Verantwortung bei mehreren Ämtern und Gesellschaften.

„Die Probleme mit überfüllten Papierkörben sind nur in den Griff zu bekommen, wenn dies zentral durch die ELW geregelt wird“, sagt Kessler. Es sei sinnvoll, diese Aufgaben bei den städtischen Mitarbeitern zu bündeln, deren Kernkompetenz Stadtsauberkeit ist, zumal Littering – die Unsitte, Müll achtlos wegzuwerfen oder liegen zu lassen – zunähme.

In Wiesbaden hat sich nach Angaben der Stadt die Zahl der Papierkörbe in den vergangenen drei Jahren erhöht – um rund 15 Prozent auf mittlerweile 3378. Die ELW sind zuständig für die Leerung von 1520 dieser Papierkörbe und mit der Leerung weiterer 969 beauftragt.

Andere mit der Leerung beauftragte Unternehmen und Ämter sind die Verkehrsbetriebe Eswe und MVG, das Grünflächenamt, das Tiefbauamt, das Umweltamt und das Sportamt in unterschiedlicher Regelmäßigkeit, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Die Verantwortung für die Leerung aller Papierkörbe in eine Hand zu geben, hat den Vorteil, dass auf Hinweise viel schneller reagiert und für Sauberkeit gesorgt werden kann“, sagt Kessler. „Es ist absurd, vor der Lösung eines Problems erst abklären zu müssen, wer zuständig ist.“

Die Initiative wird zunächst in der Betriebskommission der ELW am heutigen Dienstag diskutiert, bevor im Anschluss die zuständigen politischen Gremien bis zur Stadtverordnetenversammlung im Herbst damit befasst sein werden.

Wird den ELW die Verantwortung für die Leerung alle Papierkörbe übertragen, sollen nach und nach alle alten Papierkörbe durch moderne und gegebenenfalls größere Modelle ersetzt werden, kündigt Kessler an. 

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