Wiesbaden

Nicht länger Spielball der Politik

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Verdi fordert Jugendwerkstatt Wiesbaden zu Tarifverhandlungen auf: „Neuausrichtung nur mit motivierten Mitarbeitern möglich.“

Die Gewerkschaft Verdi hat die Wiesbadener Jugendwerkstatt (WJW) zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die 200 Beschäftigten der kommunalen Gesellschaft erhalten seit vielen Jahren nicht das Gehalt, das ihnen nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes zustehen würde. Sie wollten nicht länger als Spielball der Politik herhalten, heißt es in der Mitteilung von Verdi. Zuvor hatten sich die Stadtverordneten nicht klar für den Eintritt in den kommunalen Arbeitgeberverband ausgesprochen, wofür sie 1,7 Millionen Euro im Jahr bereitstellen müssten. Ein ausgehandelter Tarifvertrag liegt schon vor, wurde aber nie unterzeichnet. Die Aufnahme in den Arbeitgeberverband war im Frühjahr beschlossene Sache, sie wurde aber wegen finanzieller Probleme abgeblasen.

Jetzt seien die Beschäftigten bereit zu zeigen, dass eine pädagogische und wirtschaftliche Neuausrichtung der WJW als einer der größten kommunalen Ausbildungsträger in Hessen mit 400 Auszubildenden und dem Vorzeigeprojekt Domäne Mechtildshausen nur mit motivierten Mitarbeitern möglich sei.

„Wir möchten eine Lösung finden, mit der alle leben können, und sind nicht weltfremd, um nicht die finanziellen Probleme zu sehen“, sagt Verdi-Tarifsekretär Jens Ahäuser der FR. Die Verhandlungen mit WJW-Geschäftsführer Werner Backes sollen im November beginnen.

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