Bildung

Neue Schule in Dotzheim

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Das Gymnasium soll im Schuljahr 2023/24 den Betrieb aufnehmen. Der Plan ist ambitioniert, sagt der zuständige Dezernent in Wiesbaden.

Die Entscheidung ist gefallen: Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Dienstag den Weg für den Bau eines neuen Gymnasiums in Dotzheim entlang der Stegerwaldstraße frei gemacht, teilt die Stadt mit. Bis zuletzt war unklar, ob das neue Gymnasium in Dotzheim oder im Gebiet Kastel-Housing errichtet wird.

Eine Machbarkeitsstudie komme zu dem Ergebnis, dass an beiden Standorten der Bau eines Gymnasiums grundsätzlich möglich sei, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. Am Standort in Kastel gebe es jedoch wegen der Nutzung des Geländes durch das amerikanische Militär terminliche Risiken. „Perspektivisch soll aber auch dieser Standort für eine schulische Nutzung weiter ausgebaut werden. Ein weiteres Gymnasium wird ab dem Schuljahr 2026/2027 notwendig werden“, sagt Schuldezernent Axel Imholz (SPD).

Der Zeitplan für das Gymnasium in Dotzheim sei ambitioniert. Ab dem Schuljahr 2023/24 sollen die ersten Klassen in den Neubau einziehen können. Zuvor wird das Gymnasium zum Schuljahr 2020/21 im Vorlaufbetrieb arbeiten. „Jetzt darf es keinen weiteren Zeitverlust mehr geben“, sagt Imholz. Wie groß die Nachfrage nach Plätzen an Wiesbadener Gymnasien sei, würden die jüngsten Zahlen zeigen: 1110 verfügbaren Plätzen an Gymnasien hätten 1237 Schüler gegenübergestanden, die man nur habe unterbringen können, weil zusätzliche Klassen geöffnet worden seien.

In Wiesbaden gibt es Kritik an den Plänen, in den kommenden Jahren zwei Gymnasien zu bauen. Eltern, Schüler und Lehrer befürchten eine Schwächung der Gesamtschulen und haben ein Bündnis gegründet.

Das neue Gymnasium in Dotzheim wird nach Elisabeth-Selbert benannt. Das hatte der Ortsbeirat bereits festgelegt. Selbert war eine hessische Politikerin und eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“. Die Baukosten liegen bei etwa 50 Millionen Euro inklusive Turnhalle.  

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