Die Vielfalt des Holzes ist auch zum Anfassen da.  
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Die Vielfalt des Holzes ist auch zum Anfassen da.

Wiesbaden

Museum Wiesbaden zeigt Bücher aus Bäumen

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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In einer Holzbibliothek in Wiesbaden sind über 240 Baumarten zu sehen. Die Buchrücken aus Rinde, die Deckel aus Holz, und im Inneren sind Blätter und Knospen.

Ahorn, Schwarznuss, Tulpenbaum – Marion und Karlheinz Miarka, sie Waldpädagogin, er Forstwirt, präsentieren im Museum Wiesbaden ihre Holzbibliothek. Dafür stellen sie über 240 verschiedene heimische und eingeführte Baumarten in Form von Büchern vor.

Rinde für die Buchrücken, Holz als Buchdeckel und im Inneren sind Ästchen, Blätter, Knospen, Blüten oder Früchte des jeweiligen Baumes. Anfassen dürfen Besucher die Exponate auch, teilt das Museum mit. Und so kann jede und jeder erfahren, wie sich Holz und Rinde anfühlen, wie sie riechen und wie abwechslungsreich ihre Strukturen und Muster sind.

Kein Baum sei dafür extra gefällt worden, betont das Museum. Holz tropischer Arten stammt demnach von alten Paletten. Aus Gärten bekommen die Miarkas Bäume, die gefällt werden müssen, schiefgewachsene und unverkäufliche Exemplare auch aus Gärtnereien. Auch botanische Gärten geben Material weiter, das nach dem Holzschnitt übrig geblieben ist.

Insgesamt 25 000 Holzarten gibt es den Angaben zufolge, etwa 600 bis 800 Arten werden regelmäßig gehandelt. Das bietet viel Material, um die Holzbibliothek zu erweitern.  

Eintritt Dauerausstellung: 6 Euro. Zur Ausstellung, die bis zum 1. November läuft, erscheint ein Katalog zum Preis von 8 Euro. www.museum-wiesbaden.de

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