Wiesbaden

Mängel beim Homeschooling

  • vonDiana Unkart
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Der Stadtelternbeirat Wiesbaden hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht. Sie zeigen, warum das Lernen auf Distanz Lehrende, Schüler und Eltern an Grenzen bringt.

Der Stadtelternbeirat in Wiesbaden hat die Ergebnisse einer Umfrage zum Homeschooling veröffentlicht. Sie zeigen eklatante Mängel auf. Die vergangenen Wochen, heißt es, hätten Kinder, Eltern und Lehrende gleichermaßen stark beansprucht.

Kritisiert wurde von vielen der mehr als 4800 Eltern, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, dass es kein einheitliches Vorgehen gebe. „Aus der Vielfalt der Angaben zu Rhythmus, Umfang und Inhalten der Arbeitsaufträge und der verwendeten Kommunikationswege muss geschlossen werden, dass es noch nicht einmal bezogen auf eine Schule und schon gar nicht über verschiedenen Schulen hinweg eine abgestimmte, einheitliche Vorgehensweise beim Homeschooling gibt“, schreibt der Stadtelternelternbeirat in der Auswertung.

Das heißt, ob Homeschooling gelingt oder nicht, hängt einzig vom Lehrer ab. Vorgaben des Kultusministeriums und der Schulämter sowie die technischen Voraussetzungen seien oft mangelhaft. Das hessische Schulportal kann die Eltern nicht überzeugen. Vielmehr sorgen sie sich wegen der unterschiedlichen Dienste und Plattformen, die für das Lernen auf Distanz genutzt werden, um Datenschutz-Belange.

Am häufigsten haben die Eltern den geringen persönlichen Kontakt zwischen Lehrenden und Schülern und die seltenen Rückmeldungen auf erbrachte Arbeitsleistungen bemängelt. Beide Faktoren beeinflussten die Motivation und den Lernerfolg der Schüler aber in gravierendem Maße. Die Elternvertreter fordern die politisch Verantwortlichen und die Schulen auf, die Bedingungen zu verbessern. Nicht alle Erfolgsfaktoren seien technischer Natur.

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