Wiesbaden

„Kündigung nachvollziehbar“

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Zum Fall Ralph Schüler hat der Wiesbadener Akteneinsichtsausschuss seine Arbeit  beendet. Der Ausschuss hatte im Dezember 2018 den Auftrag erhalten zu untersuchen, ob die fristlose Kündigung Schülers berechtigt gewesen sei.

Für Hartmut Bohrer (Linke&Piraten) ist die Sache klar. Es sei nachvollziehbar gewesen, dem früheren Geschäftsführer der Wiesbaden Holding WVV, Ralph Schüler, eine fristlose Kündigung auszusprechen, sagt der Vorsitzende des Akteneinsichtsausschusses in der Causa Schüler.

Sechs Tage lagen die sieben Akten dem Ausschuss zur Einsicht offen. Sie enthalten Unterlagen des Magistrats, der WVV sowie der städtischen Gewerbeimmobiliengesellschaft und der Wiesbadener Jugendwerkstatt, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen Schüler und dem damaligen Aufsichtsratsmitglied Bernhard Lorenz (CDU) standen.

Der Ausschuss hatte im Dezember 2018 den Auftrag erhalten zu untersuchen, ob die fristlose Kündigung Schülers berechtigt gewesen sei. Die Aufsichtsräte der drei städtischen Gesellschaften hatten zuvor den damals 61-jährigen Kaufmann und Christdemokraten entlassen, weil er gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen haben soll. Vorgeworfen wird ihm auch, Geschäfte zum Nachteil der Stadt gemacht, Interessenkonflikte nicht angemeldet, seine Privatgeschäfte als Immobilienkaufmann nicht von der Geschäftsführertätigkeit abgegrenzt zu haben. Zudem soll er der Stadt gegenüber unwahre Angaben gemacht, bei Geschäften zwischen ihm und der Gesellschaft nicht die Genehmigung des Aufsichtsrats eingeholt haben.

Über die bekannten Vorwürfe hinausgehende Erkenntnisse habe der Ausschuss jedoch nicht ergeben, so die Meinung der Vertreter von SPD, CDU und FDP. Der Bericht des Ausschussvorsitzenden wird im Parlament behandelt werden. Auch die kommunale Konzernrevision war mit Recherchen in der Sache beauftragt worden. Die Kündigung Schülers war damals umstritten. SPD und FDP im WVV-Aufsichtsrat stimmten für Schülers Entlassung, CDU und Grüne dagegen.

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