Wiesbaden

Klimaneutrale Ideen gefordert

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Die Aktionswoche „Wiesbaden engagiert“ soll nachhaltiger werden.

Mit dem Einlegeblatt mit dem Grußwort des aktuellen Oberbürgermeisters Gert-Uwe Mende (SPD) zur Aktionswoche „Wiesbaden engagiert“ macht das Amt für soziale Arbeit vor, wie Nachhaltigkeit geht. Als letztes Jahr eine größere Menge Broschüren über das Wiesbadener Ereignis gedruckt wurde, konnte das Amt noch nicht ahnen, dass heute Mende und nicht wie damals Sven Gerich OB sein würde. Anstatt die Hefte einzustampfen, werden sie weiter benutzt - mit Einleger.

Zeitplan

Die Aktionswoche Wiesbaden engagiert ist vom 19. bis 26. Juni. Die Infoveranstaltung dazu ist für 11. Februar, um 17 Uhr im Servicezentrum der Naspa, Carl-Bosch-Straße 10, angekündigt. Die Projektideen werden bis 16. März angemeldet. Anmeldeschluss zur Projektwoche ist der 25. Mai. Kontakt: wiesbaden-engagiert@wiesbaden.de

Dies könnte den Teilnehmern der Aktionswoche im Juni Beispiel dafür sein, wie sie Ehrenamtsaktionen gestalten. Seit 2005 ruft die Stadt Unternehmen auf, sozialen Einrichtungen mit Freiwilligenarbeit an einem Tag im Jahr unter die Arme zu greifen. Da organisiert etwa das Unternehmen Soka Bau für die Bewohner des Altenheims Lorenz-Werthmann-Haus einen Ausflug oder ein Fest. Mitarbeiter anderer Unternehmen bauten einen Weidezaun für Esel am Schloss Freudenberg oder legten einen Barfußpfad in einem Schulgarten an. Mehr als 1500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus 154 Betrieben, darunter auch zwei aus Frankfurt, beteiligten sich im vergangenen Jahr. „Wiesbaden engagiert“ gilt in der Landeshauptstadt als Erfolgsprojekt. „Wir haben Vorbildcharakter für ganz Deutschland“, sagt Karoline Deissner von der Fachstelle Unternehmenskooperation. Dass eine Kommune und keine Agentur die Aktion organisiert, sei einzigartig. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Beschäftigte kommen mit den Schwachen in der Gesellschaft oder Problemen in Kontakt, denen sie sonst nie begegnet wären. Manchmal entstehen lange Bindungen und Hilfen außerhalb der Projektwoche.

In diesem Jahr fordern Deissner und ihre Kollegin Corinna Bewersdorf die Teilnehmer dazu auf, möglichst klimaneutral und ressourcenschonend zu agieren. Bei der Anmeldung der Projektideen erhalten die Interessenten eine Liste mit vom Umweltamt gesammelten Tipps für CO2-neutrales Verhalten. Anstatt alleine mit dem Auto zum Aktionsort zu fahren, könnten etwa Fahrgemeinschaften gebildet werden. „Man könnte auch vegetarisch grillen“, schlägt Deissner vor oder sich auch außerhalb der Projektwoche im Naturschutz engagieren. Die T-Shirts mit der Aufschrift „Wiesbaden engagiert“ stammen zudem aus biologischer Fair-Trade-Produktion und sind ziemlich stabil. Menschen, die sich wiederholt zum Arbeitseinsatz melden, können das Shirt aus dem Schrank holen anstatt ein neues zu beanspruchen.

„Wir sind immer schon nachhaltig, jetzt sagen wir es etwas lauter“, räumt Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) ein und fügt hinzu, nicht mit dem Holzhammer sondern behutsam auf CO2-Nachhaltigkeit hinzuweisen.

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