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Wie der Betrieb dann organisiert wird, legen die einzelnen Einrichtungen fest.

Wiesbaden

Kitas in Wiesbaden sollen früher öffnen

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Die Stadt möchte Kinder und Eltern nicht bis zum 2. Juni warten lassen und legt ein Konzept vor, das den Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb unter besonderen hygienischen Bedingungen ermöglichen soll. 

Wiesbadens Bildungs- und Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) möchte, dass mehr Kinder als bislang wieder zurück in die Kindertagesstätten dürfen. Vor Gesprächen mit kommunalen Verbänden und dem Land über die Öffnung der Kitas schlägt er vor, die Notbetreuung auf weitere Gruppen – beispielsweise Vorschulkinder – auszuweiten oder Kommunen, die bereits ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet haben, die Möglichkeit einzuräumen, vor dem 2. Juni zu starten.

Wiesbaden hat ein solches Konzept erstellt und könnte, wenn auf Landesebene die rechtlichen Vorgaben angepasst werden, mit einer Vorlaufzeit von einer Woche starten – also möglicherweise am 18. oder 25. Mai.

Manjura, selbst Vater zweier Kinder im Kita-Alter sagt, er kenne die Nöte von Kindern und Eltern aus eigenem Erleben. „Wir sind in der neunten Woche der Schließungen. Für Kinder ist das eine unfassbar lange Zeit.“ Deswegen sei es wichtig, Kindern und Eltern eine Perspektive zu geben. Gleichwohl dürften keine allzu hohen Erwartungen geschürt werden. Ziel sei es, dass jedes Kind mindestens einmal pro Woche für einige Stunden in die Kita darf.

Wie der Betrieb dann organisiert wird, legen die einzelnen Einrichtungen fest. Denkbar sei eine tageweise Betreuung oder Schichtbetrieb. „Wir wollen die Kitas als Stadt aber nicht alleinlassen, sondern sind beratend zur Stelle“, sagt Manjura.

Das Hygiene- und Schutzkonzept gilt für alle städtischen Einrichtungen und sieht beispielsweise vor, dass Reinigungsintervalle erhöht oder bestimmte Materialien und Teppiche aus den Räumen entfernt werden. Außerdem ist darin geregelt, wie Kinder gebracht und abgeholt werden sollen. Eltern müssen Masken tragen, den Erzieherinnen und Erziehern steht es frei.

Von insgesamt rund 13 000 Kita-Kindern in der Stadt werden derzeit rund 1300 in der Notbetreuung versorgt. Sozialdezernent Manjura kann sich vorstellen, die Notbetreuung auf die Vorschulkinder auszuweiten. Diese Gruppe sei genau definiert. Zudem könnten die älteren Kinder Vorbilder für die jüngeren sein, die später folgen würden. Mit dieser Lösung mache man zwar auch nicht alle Kinder und Eltern glücklich, aber es sei ein erster Schritt.

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