Politik

Vorbehalte gegen AfD-Mann

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Die Jüdische Gemeinde äußert sich zu der Kritik, dem AfD-Landtagsabgeordneten Dimitri Schulz keinen Zutritt gewährt zu haben.

Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden hat bestätigt, dass dem hessischen AfD-Landtagsabgeordneten Dimitri Schulz in der vergangenen Woche der Zutritt zu einer Abendveranstaltung in der Gemeinde verwehrt wurde. Der Grund dafür sei gewesen, dass Schulz „sich zu spät angemeldet hatte und deshalb nicht auf der Teilnehmerliste stand“, teilte die Gemeinde am Montag mit.

Schulz, der nach eigenen Angaben Mitglied der Gruppierung „Juden in der AfD“ (JAfD) ist, hatte sich öffentlich darüber beklagt, dass er an dem Abend nicht eingelassen wurde. Als Gemeindevorstand Jacob Gutmark ihn gebeten habe zu gehen, habe er dies akzeptiert, hatte Schulz gesagt. Er sei aber „sehr traurig darüber, dass ich in der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden zu keiner Veranstaltung mehr gehen kann“.

Wie die Jüdische Gemeinde mitteilte, seien generell „gerade ältere Mitglieder der Jüdischen Gemeinschaft angesichts des Auftretens von AfD-Repräsentanten mehr als besorgt und fühlen sich mitunter sogar bedroht“. Gewählte AfD-Abgeordnete dürften „aus Respekt vor der politischen Institution, der sie angehören“, trotzdem an öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinde teilnehmen. Gegen Dimitri Schulz gebe es aber zusätzliche Vorbehalte, da er sich als Jude ausgebe, sich aber auf Facebook zu Jesus als dem Messias bekannt habe. Aus diesem Grund hätten viele Gemeindemitglieder erklärt, Veranstaltungen zu verlassen, wenn Schulz eingelassen werde. Deshalb habe man ihn gebeten, die Gemeinde nicht mehr zu besuchen.

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