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So könnte der Wohnturm aus Holz einmal aussehen.

Wiesbaden

Ein Hochhaus aus Holz für Kastel-Housing in Wiesbaden

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Das amerikanische Militärgelände in Wiesbaden soll zum Wohnquartier werden. Städtische Baugesellschaften kaufen eine erste Teilfläche im Süden. Innovative Neubauten sind geplant.

Ein Holzhochhaus mit neuer Kita, Wohnungen im Stil von Reihenhäusern in einem Neubau und ein saniertes Kasernengebäude sollen den Grundstein legen für die geplanten Veränderungen auf dem Kastel-Housing-Gelände. Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) und die Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft (GWW) stehen gerade in Kaufverhandlungen mit der Bundesimmobiliengesellschaft für ein 16 000 Quadratmeter großes Teilstück im Süden. Dort planen die städtischen Gesellschaften, bis 2023 innovative Bauprojekte zu verwirklichen.

Überall suchen die Städte händeringend nach Baugrund. In Kastel könnten demnächst elf Hektar frei werden. Noch wird der größte Teil des Areals von den US-Streitkräften belegt. Genutzt wird allerdings nur noch eine Lastwagen-Werkstatt im hinteren Teil. Der vordere Teil mit dem großen Gebäude dient der Stadt bereits als Unterkunft für Geflüchtete. 450 Menschen leben dort zurzeit. Eine Außenstelle der Grundschule und eine Kita sind ebenfalls in Betrieb. Die Hoffnungen, über das gesamte Gelände in wenigen Jahren verfügen zu können, wachsen.

Auf dem südlichen Teilstück möchte die SEG das erste Holzhochhaus in Wiesbaden errichten. Das achtgeschossige Gebäude soll im Erdgeschoss eine Kita für unter Dreijährige beherbergen, die mit der bestehenden Kita und einer neuen Grundschule einen Bildungsnukleus für die kleineren Kinder bilden soll. In dem Holzhaus sind 20 unterschiedlich große Wohnungen vorgesehen; 30 Prozent davon sollen gefördert werden.

Die GWW hat sich vorgenommen, das Kasernengebäude an der Straße so umzubauen, dass dort 55 Wohnungen entstehen, von denen 34 gefördert werden sollen. Dort könnten auch Wohngemeinschaften einziehen. Auch Gemeinschaftsräume sind vorgesehen. An der Stelle des Seitenflügels, der abgerissen wird, soll ein viergeschossiger Neubau 24 Wohneinheiten anbieten, davon 16 jeweils über zwei Stockwerke verschränkte Wohnungen im Reihenhaustypus und acht kleinere und barrierefreie Wohnungen. Diese drei Gebäude gruppieren sich um die Grünfläche; deren hohe Bäume blieben bis auf einen erhalten, heißt es.

Sobald das gesamte Gelände beplant werden kann, soll sich von dort aus ein Grünzug bis in den Norden ziehen, wo ein Bildungsstandort mit neuem Gymnasium vorgesehen ist. Auf der restlichen Fläche sind Wohnhäuser geplant.

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