Wiesbaden

Gegen nach Nazis benannte Straßen in Wiesbaden

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Arbeitskreis befürwortet Umbenennung der Pfitzner-Straße.

Der Komponist Hans Pfitzner war ein bekennender Antisemit. Am Mittwoch, 22. Januar, soll im Ortsbeirat Nordost die Entscheidung fallen, ob die Straße im Komponistenviertel umbenannt wird. Vor dieser Abstimmung hat der Arbeitskreis Stadtkultur, ein Zusammenschluss von 30 frei-gemeinnützigen Kultureinrichtungen und -vereinen, dazu am Freitag eine Stellungnahme veröffentlicht. Danach stimmt eine große Mehrheit der Vertreter dem Satz „Kein Platz für Nazis in Wiesbaden... und auch keine Straße“ mit großer Mehrheit zu.

Die Unterzeichner sehen eine Umbenennung der Pfitznerstraße als „einen Denkanstoß für die kulturelle Frage, mit welchen Namen bedeutender Menschen sich Wiesbaden jetzt und künftig verbinden möchte“ und welches Bild Fremde bei dem Blick in Stadtpläne oder Internetkarten von der Stadt erhalten sollen. Zudem sehen die Kulturschaffenden „eine besondere Verantwortung gegenüber allen Opfern und Nachfahren derer, die unter der mörderischen Nazidiktatur gelitten haben und gegenüber allen Wiesbadenern, die sich heute gegen Rassismus und Menschenverachtung“ einsetzten.

Der Arbeitskreis verweist darauf, dass in anderen Städten bereits nach Pfitzner benannte Straßen umbenannt worden seien. Eine Wiesbadener Initiative hat 1200 Stimmen für eine Umbenennung gesammelt. 

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