Wiesbaden

Erster autonom fahrender Shuttle in Wiesbaden

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Im Herbst beginnt in der Landeshauptstadt Wiesbaden die Testphase, der Dauerbetrieb soll in einem Jahr starten.

Die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft Eswe hat mit dem Klinikbetreiber Helios einen Shuttle-Service mit autonom fahrenden Bussen vereinbart. In einer Absichtserklärung hätten beide Seiten einen Probe- und Dauerbetrieb auf dem Gelände der Helios Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken auf dem Freudenberg beschlossen, teilte die Eswe am Dienstagabend mit.

„Damit ist Wiesbaden die erste Stadt im Rhein-Main-Gebiet, die einen Dauerbetrieb mit autonomen Fahrzeugen ermöglichen will“, erklärte Eswe-Verkehr-Geschäftsführer Hermann Zemlin. Ziel sei es, in der Mobilität eine Führungsrolle einzunehmen. „Erkenntnisse aus dem Praxistest geben uns Aufschlüsse, wie neue Verkehrssysteme im Alltag funktionieren“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne).

Ende Oktober oder Anfang November soll demnach ein mehrwöchiger Probebetrieb auf dem Klinikgelände mit einem Fahrzeug beginnen. Geplant sei eine 300 Meter lange Teststrecke hinter dem heutigen Klinikbau. In der Pilotphase können Klinikmitarbeiter und Gäste den mit Ökostrom betriebenen Bus nutzen; er wird für Baustellenführungen und Veranstaltungen eingesetzt. Wie gesetzlich vorgeschrieben, begleitet ein „Operator“ die Fahrten, der gebenenfalls das Fahrzeug auch steuern kann. Der Dauerbetrieb mit den elektrisch betriebenen Shuttle-Bussen ist ab der zweiten Jahreshälfte 2020 geplant. Nach der Fertigstellung des Klinikneubaus 2021 soll der Shuttle die Bushaltestelle mit dem Foyers des Klinikums verbinden.

Wie Zemlin erklärte, arbeitet Eswe mit dem Versicherungsunternehmen R+V zusammen, das bereits mehrmals einen autonomen Shuttlebetrieb im öffentlichen Raum testete. Ermöglicht wird das Projekt durch Fördermittel des Bundes in Höhe von 2,05 Millionen Euro. (mit dpa)

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