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Strahlender Sieger.

Kommentar

Erfolg für die Person Mende

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Mit seiner besonnenen und den Menschen zugewandten Art und seiner klaren Sprache erwarb der SPD-Mann Mende in Wiesbaden viele Sympathien. Der Kommentar zur OB-Wahl.

Ein Sozialdemokrat wird Oberbürgermeister. Na also, es geht doch. Angesichts der desolaten Situation der SPD im ganzen Land ist dies ein großer Erfolg. Nicht nur für die Partei, dies ist vor allem Mendes persönlicher Erfolg. Er fährt nicht nur gegen den SPD-Trend ein gutes Wahlergebnis ein. Dem 56-Jährigen ist es auch gelungen, dass ihm die Wähler nicht die von Misstrauen und Vetternwirtschaft geprägte Situation im Rathaus anlasten.  Obwohl der scheidende Oberbürgermeister Sven Gerich, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Vorteilsnahme ermittelt, das gleiche Parteibuch hat wie er. 

Der 56-jährige Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, der bislang Politik nur vom Schreibtisch aus managte, war vor vier Monaten noch ein unbekannter Mann. In dem engagierten Wahlkampf mit zahlreichen Podiumsdiskussionen und Bürgergesprächen hat Mende nicht nur hohe Sachkenntnis bewiesen. Mit seiner besonnenen und den Menschen zugewandten Art und seiner klaren Sprache erwarb er außerordentlich viele Sympathien. Es war deutlich zu spüren, dass die Menschen ihm zutrauen, die Landeshauptstadt in dieser schwierigen Lage zu führen. Jetzt muss er liefern. 

Mende steht vor der großen Aufgabe, die Vorgänge von Filz und Vetternwirtschaft, in die außer Gerich mehrere CDU-Politiker verwickelt sind, aufzuklären. Jetzt gilt es, Prozesse in Gang zu setzen, damit sich diese Vorgänge nicht wiederholen.

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