Wiesbaden

Ein drittes Gleis ab Wiesbaden

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Klaus Wagner, Geschäftsführer der Aartalbahn Infrastruktur Gesellschaft, spricht sich für eine gemeinsame Trasse für Citybahn und Aartalbahn aus.

Die Citybahn soll von Wiesbaden nach Bad Schwalbach auf der Aartalbahntrasse laufen. Aber auf welcher Spurenbreite? Die gegenwärtigen Gleise haben einen im Eisenbahnverkehr üblichen Abstand von 1,40 Meter. Die Citybahn, eine Straßenbahn, soll dagegen auf Schienen mit einem Meter Abstand fahren. Klaus Wagner, Geschäftsführer der Aartalbahn Infrastruktur Gesellschaft (ATB), plädiert dafür, beide Spurenbreiten einzurichten, das heißt, ein drittes Gleis zwischen die bestehenden zu legen. Wagner ist der Erhalt der Nassauischen Touristikbahn (NTB) auf der Aartalbahnstrecke eine Herzensangelegenheit. Die tuckert aber nur auf den 1,40 Meter breiten Schienen.

Ihm zufolge ist es kurzsichtig, jetzt nur ein Meter-Gleis für die Citybahn zu verlegen. Er verweist auf folgende Vorteile: Sollte das Citybahnprojekt im bevorstehendem Wiesbadener Bürgerentscheid scheitern, könnte der Rheingau-Taunus-Kreis die Aartalbahn wieder aufleben lassen, teilt Wagner mit. Zudem könnte auf der 1,40-Meter-Spur parallel zur Citybahn einmal eine Regionalbahn von Diez bis ins Rhein-Main-Gebiet fahren, was das Land Rheinland-Pfalz in einer Machbarkeitsstudie zu prüfen beabsichtigt. Wagner zufolge würde sich das Planfeststellungsverfahren außerdem einfacher gestalten, wenn nur eine Funktionserweiterung genehmigt werden müsste.

Die ATB, die für die Instandhaltung der Aartalbahnstrecke verantwortlich ist, hat der Citybahn Gesellschaft jetzt angeboten, die Vorarbeiten gemeinschaftlich zu übernehmen. Zudem habe sie ihr erlaubt, die Strecke für ihre Planungen zu betreten, was ansonsten verboten sei, teilt Wagner mit. In diesem Zuge könne auch die Strecke doch so hergerichtet werden, dass die Touristikbahn wieder fahren könne.

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