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Digital und lokal einkaufen

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Neue App „Emilie“ für Einzelhändler soll Wiesbadener Geschäfte unterstützen.

Um den lokalen Handel zu unterstützen, stellt die Landeshauptstadt ihren Geschäftsleuten eine digitale Plattform zur Verfügung. Die Kreativ-Agentur Scholz & Volkmer hat jetzt im Auftrag der Stadt die App „Emilie“ geschaffen, die es Geschäftsleuten erleichtert, ihre Kunden zu beliefern. Emilie steht für emissionsfreie Lieferlogistik für Wiesbaden. Die Kurierdienste fahren Fahrrad.

Die App basiert auf den Erfahrungen des Kiezkaufhauses, das Agentur-Chef Michael Volkmer im Januar nach vier Jahren mangels Kundschaft schließen musste. „Die App ist die Light-Version“, sagt er der FR.

Es handelt sich um eine Art Branchenverzeichnis mit Logistiksoftware, in die sich Wiesbadener Händler eintragen können. Nachdem die Kunden bei dem einzelnen Händler bestellt haben, kann dieser dort mitteilen, wohin und wann die Ware geliefert werden soll. Die Fahrradkuriere wissen dann, wo genau zu klingeln ist oder die Ware abgestellt werden soll. Die Plattform wird mit mehreren Kurierdiensten arbeiten. Sie müssen von den Geschäftsleuten bezahlt werden.

Die App wird mit städtischen Mitteln für das Projekt für eine nachhaltige, digitale Stadtlogistik finanziert, heißt es in einem Informationsschreiben an die Händler. Denn Ziel ist nicht nur, die Menschen während der Corona-Pandemie mit Produkten aus dem Einzelhandel zu versorgen und somit den lokalen Handel zu unterstützen. Die Stadt möchte die Lieferlogistik klimafreundlicher und „stadtverträglicher“ gestalten. „Emissionen, begrenzter Parkraum, Verkehrsaufkommen, Staus, Parken in zweiter Reihe sind Probleme, die mit Hilfe der Digitalisierung verringert werden sollen. Die Stadt möchte den Einzelhändlern die App schmackhaft machen, bezuschusst die ersten tausend Lieferungen mit fünf Euro und zahlt die Werbung.

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