Stadtentwicklung

Baugebiet in Wiesbaden beschlossen

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Zäh war's: Der Magistrat fällt die finale Entscheidung für „Erbenheim Süd“. Rund 26 Hektar sollen zum neuen Quartier mit bezahlbarem Wohnraum entwickelt werden.

Der Magistrat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein neues Wohn- und Gewerbegebiet „Erbenheim Süd“ beschlossen. Laut Mitteilung aus dem Rathaus ist Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) froh, „dieses schwierige Projekt“ mit Zustimmung des Ortsbeirates zu einem guten Ende geführt zu haben: „Trotz massiv steigender Baupreise wird ein bezahlbarer Wohnraum geschaffen und die extrem aufwendige Verkehrsinfrastruktur inklusive Kinderbetreuung für Erbenheim verbessert werden“, erklärt Kessler.

Damit könne das städtebauliches Projekt über eine Fläche von rund 26 Hektar endlich seinen Abschluss finden, das Ortsbeirat, Rathaus sowie Planerinnen und Planer viele Jahre beschäftigt habe, heißt es in der Mitteilung.

Auf dem ehemaligen Dywidag-Gelände sollen nach aktueller Planung etwa 450 Wohnungen entstehen, überwiegend im Geschosswohnungsbau, davon 73 gefördert.

Dazu kommen vier Hektar Gewerbe und ein Lebensmittelmarkt. Außerdem werden zwei Kindertagesstätten mit insgesamt neun Gruppen gebaut sowie eine vorübergehende Grundschule bis in dem südöstlichen Stadtteil an anderer Stelle eine neue gebaut wird.

„Ein zähes Projekt; auch meine Vorgänger hatten sich bereits damit beschäftigt. “, sagt Kessler. Für das Gebiet gab es bereits erste Planungsüberlegungen aus den 80er und 90er Jahren.

Nach der Insolvenz der ehemaligen Eigentümer im Jahr 2005 lag das Areal weitgehend brach, nur kleinere Einheiten waren vermietet. Konkrete Planungen aus 2004/2005 mündeten 2010/2011 in einen städtebaulichen Rahmenplan, der am 1. September 2011 vom Stadtparlament als Entwicklungskonzept beschlossen wurde. Es gingen also weitere acht Jahre ins Land, bis der Plan jetzt die Satzungsreife erlangt hat. 

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