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Wiesbaden

Zunächst nur zwei Impfstraßen

  • vonDiana Unkart
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Die Stadt Wiesbaden bereitet die nächste Phase vor und zeigt sich mit dem Start der Corona-Impfkampagne zufrieden. Die Impfbereitschaft in den Pflege- und Altenheimen sei hoch.

Wenn das Impfzentrum im Wiesbadener Rhein-Main-Congress-Center (RMCC) am 19. Januar öffnet, werden nach Angaben der Stadt voraussichtlich erst mal nur zwei der insgesamt acht Impfstraßen in Betrieb gehen. Zunächst werden dort Menschen geimpft, die 80 Jahre oder älter sind – in Wiesbaden sind das rund 19 000 Personen.

Sie erhalten in den nächsten Tagen einen Brief vom Land, in dem über das weitere Vorgehen informiert wird. Und auch die Stadt wird sich wahrscheinlich mit einem Brief an die ältere Einwohnerinnen und Einwohner wenden.

Die Impfkampagne sei in Wiesbaden sehr gut angelaufen, sagt Sprecher Ralf Munser. Zwei mobile Impfteams sind seit Ende Dezember in den Alten- und Pflegeheimen unterwegs. Die Impfbereitschaft sei hoch.

Der Caritas-Verband Wiesbaden-Rheingau-Taunus betreibt in der Stadt sechs Häuser. In zwei Einrichtungen konnte bislang geimpft werden. 87 beziehungsweise 87,5 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner hätten das Angebot der kostenlosen Impfung angenommen. „Gezwungen wird niemand“, sagt Sprecherin Verena Mikolajewski. Gerade Demenzkranke entwickelten in dem Moment, in dem sie die Spritze sähen, manchmal Ängste und verweigerten die Impfung plötzlich. Das werde akzeptiert.

Zunächst das Personal

Beim Personal waren die Impfquoten mit 38 und 53 Prozent geringer. In dieser und in der nächsten Woche werden die Teams nach derzeitigem Stand in den verbliebenen vier Caritas-Einrichtungen impfen. Insgesamt leben in Wiesbadener Alten- und Pflegeheimen etwa 2500 Menschen.

Zu jener Gruppe, deren Immunisierung Priorität hat, gehören auch die Mitarbeiter:innen der hessischen Schwerpunktkliniken. Die Wiesbadener Horst-Schmidt-Kliniken sind ein solches Schwerpunktkrankenhaus. Derzeit werden dort insgesamt 75 Patient:innen mit Covid-19 behandelt, 32 von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut werden. Die Krankenhäuser impfen in eigener Regie: zunächst das Personal, das unmittelbar Patient:innen hilft, die an SARS-CoV-2 erkrankt sind. Nach Angaben von Kliniksprecherin Doreen Blanke sind zwischen den Jahren im eigens eingerichteten Impfzentrum knapp 500 Mitarbeiter:innen gegen Covid-19 geimpft worden – „ohne dass es dabei zu nennenswerten Komplikationen oder Nebenwirkungen kam“. Für diese Woche sind weitere 300 Impfungen geplant, so dass am Ende der Woche rund ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erste der beiden Impfungen erhalten haben wird.

Wiesbaden hat in den vergangenen Tagen 2200 Dosen des Vakzins der Mainzer Firma Biontech bekommen, 1250 sind verimpft worden. Der Impfstoff wird zugeteilt, auf die Zuteilung haben die Kommunen keinen Einfluss. Die Verwaltung hat häufiger darauf hingewiesen, dass anfangs nicht ausreichend Impfstoffdosen für alle Einwohner:innen zur Verfügung stünden. Wenn das Impfzentrum in der Halle Nord im RMCC vollständig in Betrieb geht, können dort am Tag bis zu 1500 Menschen versorgt werden. Wann es so weit sein wird, ist allerdings noch offen.

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