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Wiesbaden: Neuer Schulcampus in Bierstadt-Nord

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Holzskelettbauten mit viel Glas und Grün haben die Düsseldorfer Architekten geplant.
Holzskelettbauten mit viel Glas und Grün haben die Düsseldorfer Architekten geplant. © h4a Gessert + Randecker Architek

Zum Schuljahr 2027/2028 sollen im Stadtteil Bierstadt eine weitere Grundschule und eine IGS eröffnen. Jetzt hat ein Architektenteam den Entwurf für den neuen Schulcampus im Gestaltungsbeirat vorgestellt.

Es wird zwar noch fast fünf Jahre dauern, bis Schülerinnen und Schüler die neue Grundschule und die Integrierte Gesamtschule in Bierstadt besuchen können. Doch ein wichtiger Schritt in Richtung Realisierung des Großprojektes am östlichen Stadtrand ist getan. Das Büro h4a Gessert + Randecker Architekten hat mit der Vorentwurfsplanung für den neuen Campus begonnen. Die Düsseldorfer hatten den Wettbewerb für den Neubau der beiden Schulen für sich entschieden. Der Entwurf sei aus pädagogischer und städtebaulicher Sicht am besten geeignet, sagte Wibau-BaumanagementProjektleiter Joachim Chrometzka bei einer Sitzung des Gestaltungsbeirates. Die städtische Gesellschaft Wibau wird die Realisierung des Bauvorhabens übernehmen. Rund 33 Millionen Euro an reinen Baukosten ohne Nebenkosten sind veranschlagt.

Errichtet werden sollen auf einer 4,2 Hektar großen Fläche in Bierstadt-Nord eine zweizügige Grundschule und eine vierzügige Integrierte Gesamtschule für insgesamt 800 Schülerinnen und Schüler, eine Dreifeld-Sporthalle sowie Außensportanlagen. Der erwartet starke Zuzug nach Bierstadt aufgrund von Neubaugebieten macht dies erforderlich.

Besondere Herausforderung dabei sei die Ortsrandlage, sagte Architekt Albrecht Randecker. „Wir bauen den Schulcampus quasi auf der grünen Wiese und müssen ihn in Landschaft und Topografie einbinden.“ Gleichzeitig sollten die Gebäude an die bestehende Bebauung angeschlossen werden, ohne dass Lärm und Verkehr die Wohnqualität beeinträchtigten.

Dafür planen die Architekten einen bis zu zwölf Meter hohen Gebäuderiegel jenseits der Meißener Straße, der aus vier kammartig angeordneten Lernhäusern mit Höfen besteht. In einem davon, direkt im Anschluss an die Kita Wolfsfeld, wird sich die Grundschule befinden. Die drei weiteren sind für die IGS vorgesehen. Im Erdgeschoss wird nicht nur die Verwaltung untergebracht, sondern auch alle Räume, die gemeinsam genutzt werden, wie etwa Mensa, Ganztagsbereich, Kunst-, Musik-, Naturwissenschafts- oder Yogaraum.

Die beiden Schulen werden separate Eingänge haben, die Raumaufteilung soll flexibel sein mit viel Glas an der Fassade und im Inneren, damit Kunstlicht reduziert werden kann. Die Architekten planen einen Holzskelettbau mit Photovoltaik und Grünflächen auf dem Dach, begrünten Fassaden und einem Pausenhof, der sich ebenso wie die Sportflächen in Richtung Feld erstreckt.

Der neue Schulcampus Bierstadt-Nord ist Teil der Fortschreibung des Wiesbadener Schulentwicklungsplanes. Grundschule und IGS sollen zum Schuljahr 2027/2028 eröffnet werden.

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