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Entwurf eines Skateparks unter der Schiersteiner Brücke. Lichtenstein Landschaftsarchitekten und A. Calitz Visual
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Entwurf eines Skateparks unter der Schiersteiner Brücke. Lichtenstein Landschaftsarchitekten und A. Calitz Visual

Öffentliche Beteiligung

Wiesbaden Mehr öffentliche Toiletten gewünscht

  • VonMirjam Ulrich
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Bürgerinnen und Bürger bringen Ideen ein zum Rhein-Main-Uferkonzept. Zweite Onlinebefragung läuft noch bis 12. Dezember.

Das Stadtplanungsamt will es jetzt genauer wissen. Bei der künftigen Gestaltung der Wiesbadener Ufer von Rhein und Main ist erneut die Meinung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Welche Spiel- und Sportmöglichkeiten wollen sie unter der Schiersteiner Brücke und im Park östlich der Reduit in Kastel? Wie soll der Park heißen? Und was wünschen sie sich konkret für das Kostheimer Ufer zwischen Weinprobierstand und Schwanenbucht? Für die zweite Beteiligungsrunde am nächsten Rhein-Main-Uferkonzept hat das Stadtplanungsamt wieder eine Online-Umfrage gestartet.

„Nur wer mitmacht, kann mitentscheiden, wie die Flächen gestaltet werden“, sagt Britta Müller vom Wiesbadener Stadtplanungsamt. Die Biologin leitet das zuständige Team Grün- und Freiflächenentwicklung, das gemeinsam mit dem Büro Lichtenstein Landschaftsarchitekten das Konzept erstellt. Fünf kurze Videos erläutern zunächst, worum es jeweils geht: Das erste fasst die Ergebnisse der vorigen Bürgerbeteiligung im Frühjahr zusammen und was damit geschah.

Drei weitere Kurzfilme zeigen, welche Potenziale das Kasteler, Kostheimer und Schiersteiner Ufer bieten und welche Überlegungen es dazu gibt. Zum Beispiel, einen neuen Fußweg zur Maaraue zu erschließen oder die Brachfläche am Kasteler Ufer zugänglich zu machen und den Park zu erweitern. Dazu gibt es drei kurze Fragebögen, die rasch ausgefüllt sind. Das fünfte Video stellt dar, wie eine neue Wegeführung am Amöneburger Ufer aussehen könnte. Auch dazu sind Anregungen möglich.

Beteiligen

Die Umfrage läuft noch bis einschließlich Sonntag, 12. Dezember. Sie ist online zu finden unter der Adresse:
https://dein.wiesbaden.de

Das Stadtparlament stimmt 2022 über das Konzept ab. miu

Bisher beantworteten gut 500 Bürgerinnen und Bürger die Fragen zum Schiersteiner Uferabschnitt. Zum Park in Kastel äußerten sich knapp 330 und zur Schwanenbucht in Kostheim rund 130 Menschen. Zur geplanten Wegeführung am Amöneburger Ufer sagten mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Meinung.

Bei der ersten Bürgerbeteiligung zum Rhein-Main-Uferkonzept reichten Wiesbadenerinnen und Wiesbadener mehr als 500 Ideen und Wünsche ein. Britta Müller und ihr Kollege Christian Heime gehen davon aus, dass rund 75 Prozent der Vorschläge in das Konzept einfließen können.

Einige Ideen lassen sich jedoch nicht verwirklichen. So besprach das Stadtplanungsamt mit den zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämtern etwa den Vorschlag, an den Ufern Pontons zu errichten, die auf das Wasser hinausragen. Auf beiden Flüssen herrsche viel Schiffsverkehr, erläutert der Architekt und Stadtplaner Heime. Die Schiffe und deren Wellenschlag kommen den hiesigen Ufern zu nahe, daher gehe das nicht.

Weil Bürgerinnen und Bürger mehr öffentlichen Toiletten wünschen, erarbeitete das Team vom Stadtplanungsamt entsprechende Vorschläge. So ließe sich das Toilettenhäuschen in der Eleonorenanlage wieder öffnen, neue Anlagen am Kasteler Kransand und am Kostheimer Aussichtsturm errichten und – wo Wasseranschlüsse zu schwierig sind – Komposttoiletten nutzen.

Temporäre Außengastronomie und moderne Grillstationen sind ebenso vorgesehen wie neue Sitzstufen. „Die Böschungskanten sind aus unserer Sicht leicht umzubauen“, sagt Britta Müller, „etwa vor der Kostheimer Kirche oder am Schiersteiner Osthafen.“ Die Bismarckaue bleibt dem Naturschutz vorbehalten, zudem wollen die Planer das Biotop am Kostheimer Ufer Richtung Hochheim entwickeln. Neu ist außerdem die Idee eines „Wiesbadener Uferbands“ von Kostheim bis nach Schierstein. Mit einem Farbakzent in Sonnengelb für Liegemöbel, Sitzstufen, Brückenpfeiler oder befestigte Uferkanten schafft es Verbindungen. Die Farbe erinnert an die drei gelben Lilien im Wiesbadener Stadtwappen.

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