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Marktkirche, und Marktsäule prägen das Dern’sche Gelände.

Wiesbaden

Marktsäule wird saniert

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
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Das 120 Jahre alte Baudenkmal ist beschädigt. Die Gewerbeimmobilien-Gesellschaft (GWI) holt Studenten und die Stiftung Denkmalschutz für die Sanierung ins Boot.

„Wind, Regen, Frost und Hitze haben der Marktsäule in 120 Jahren erheblich zugesetzt. Der frühere Kamin des Marktkellers ist mit der dazugehörenden Brunnenanlage über die Zeit undicht geworden. Um Schäden von dem gesamten Bauwerk abzuwenden, will die GWI Gewerbeimmobilien Gesellschaft nach eigenen Angaben im Herbst mit der Sanierung beginnen.

Wie Geschäftsführer Torsten Tollebeek mitteilt, wird das Projekt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und der Hochschule Rhein-Main unterstützt. Nach seiner Schätzung wird ein höherer fünfstelliger Betrag für die Sanierung erforderlich sein. Mit Professor Christoph Duppel, dem Leiter des Studiengangs „Baukulturerbe“ im Fachbereich „Architektur und Bauingenieurwesen“ wurde vereinbart, dass Studierende im Herbst die Schadenskartierung erstellen. Vorgesehen ist zudem, dass auch die Ausschreibung der Steinmetzarbeiten unter Mitwirkungen der Studierenden erfolgt. Die Vorarbeiten sind nötig, um Förderanträge stellen zu können. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will die GWI ebenfalls dabei unterstützen, zusätzliche Mittel für die Sanierung des Denkmals einzuwerben. „Die Marktsäule stellt nach Einschätzung der Forschung ein in dieser Art weitgehend einzigartiges Baudenkmal dar“, erläutert Brigitte Streich, die Ortskuratorin der Stiftung. „Ursprünglich farbig gefasst, weist das Bauwerk reichen Figurenschmuck auf, darunter Wappen und die Sternkreiszeichen. Das war für das Wiesbadener Ortskuratorium der Stiftung Denkmalschutz Anlass genug, die Marktsäule in diesem Jahr auch am Tag des Offenen Denkmals zu würdigen.

„Wenn alles gut läuft, können wir im nächsten Jahr mit der Sanierung beginnen“, schätzt Tollebeek.

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