Wiesbaden

Wiesbaden: Kunst in der Stadt

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In diesem Jahr kuratiert Eva Menasse die Wiesbadener Literaturtage. Die beginnen am 15. September.

Wie eine „Pilotin einer großen Maschine“ hat sich die österreichische Autorin Eva Menasse nach eigener Aussage dabei gefühlt, als Kuratorin für die 21. Wiesbadener Literaturtage ein Veranstaltungskonzept zu erarbeiten. Das Festivals findet vom 15. bis zum 21. September an verschiedenen Orten in der hessischen Landeshauptstadt statt.

„Ich wollte radikal nach dem Lustprinzip vorgehen, habe aber schnell gemerkt, dass man sich mit dem Kuratieren auch immer selbst porträtiert“, sagt Eva Menasse. Die Programmbroschüre von Eva Menasse, schreibt die Stadt in einer Mitteilung, lese sich wie eine Art Freundschaftsbuch. Mit Veranstaltungen zu dem Dokumentarfilmemacher Michael Glawogger, dem Komponisten Georg Kreisler oder dem Schriftsteller Heimito ist eine Verbindung zu Menasses Heimatland Österreich hergestellt. In der Zusammenstellung des Programms spiegeln sich zudem ihre Vorlieben und Interessensgebiete in allen Sparten der Künste ab. Zu den Highlights gehören so bekannte Künstler wie Sven Regener oder Senta Berger. Seit 1986 bieten die Wiesbadener Literaturtage eine Plattform für den spartenübergreifenden Dialog.

Das Festival wird vom Kulturamt und dem Literaturhaus ausgerichtet. „Ich freue mich, dass wir mit Eva Menasse eine wortstarke Gastgeberin gewinnen konnten, deren kreatives Wirken in den verschiedenen Künsten so wunderbar zur Ausrichtung der Literaturtage passt und sich auch in ihrem Programm widerspiegelt“, so Kulturdezernent Axel Imholz (SPD). 

Das Programm

Zum Auftakt der Wiesbadener Literturtage liest Eva Menasse am Sonntag, 15. September, um 17 Uhr im Museum Wiesbaden. 

Der zweite Festivaltag bringt dem Publikum den österreichischen Filmemacher und Schriftsteller Michael Glawogger näher. Der renommierte Autor Sven Regener führt dabei in dessen Leben und Werk ein. 

Mit der Lesung von Zora del Buono und Iris Wolff am Dienstag, 17. September, im Literaturhaus Villa Clementine sowie der Diskussionsrunde über schreibende Frauen am Donnerstag, 19. September, im Frauenmuseum stehen zwei Tage im Zeichen der Sichtbarmachung von Autorinnen und Literatur schaffenden Frauen. 

Im Museum Wiesbaden wird am Mittwoch, 18. September, über die Frage „Wie frei ist sie noch, die Kunst?“ diskutiert. 

Auf der Studiobühne des Hessischen Staatstheaters wird Sandra Kreisler am Freitag, 20. September, weitgehend unbekannte und teilweise unveröffentlichte Chansons ihres Vaters Georg Kreisler neu interpretieren. 

Zum Abschluss ist die Grande Dame der Film- und Fernsehlandschaft, Senta Berger, in der Caligari Filmbühne zu Gast. Sie liest Auszüge aus dem Werk Heimito von Doderers. 

Das ausführliche Programm liegt aus und ist online verfügbar unter www.wiesbaden.de/literaturtage.

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