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Die Menschen entdecken den Fluss. Das Ufergelände in Kastel soll autofrei werden. Hinter der Reduit ist ein Freizeitpark geplant.
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Die Menschen entdecken den Fluss. Das Ufergelände in Kastel soll autofrei werden. Hinter der Reduit ist ein Freizeitpark geplant.

Wiesbaden

Wiesbaden: Kein Riesenrad am Biebricher Rheinufer

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Das Ufer an den Flüssen soll attraktiver werden. Unter der Schiersteiner Brücke soll ein Skaterpark entstehen.

Der unter der Schiersteiner Brücke eingehängte Radweg nach Mainz wird gewiss eine Attraktion werden. Mit ungehindertem Blick auf den Strom nach Mainz strampeln, unter und neben sich Wasser – welch eine Vorstellung. Der unter der Brücke beginnende Radweg verläuft bis zur Rettbergsaue, die erstmalig auch für den Radverkehr erreichbar sein wird. Von dort geht es dann über den zweiten Rheinarm nach Mainz-Mombach weiter. Der neue Radweg soll im Sommer 2022 fertig sein.

Er könnte darüber hinwegtrösten, dass eine weitere angekündigte Touristenattraktion ausfällt: Aus dem Riesenrad am Biebricher Rheinufer wird wohl nichts. Die Fachleute hätten zu viele Einwände, sagt Christian Heime vom Stadtplanungsamt. Einer davon: Die Abstände zu den Häusern seien zu gering. Die noch in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie werde für das Riesenrad kein grünes Licht geben, kündigt Heime an. Bürgermeister Oliver Franz war im Februar mit der Idee an die Öffentlichkeit gegangen, mit dem Spektakel die Wirtschaft in Biebrich zu fördern. Investor Otto Bart, Betreiber des Freizeitparks Taunus-Wunderland, wollte das Riesenrad ebenfalls.

Dennoch verspricht das Ufer in den nächsten Jahren an Attraktivität zu gewinnen. Das Stadtplanungsamt hat kürzlich den Zwischenstand für das Rhein-Main-Ufer-Konzept vorgelegt, in das 550 Ideen von Bürgerinnen und Bürgern eingeflossen sind. Unter der Schiersteiner Brücke etwa könnte ein großer Skaterpark entstehen und daneben ein Volleyballfeld. Das Biebricher Ufer ist für eine kulturelle Nutzung vorgesehen. Im Frühjahr nehmen Winzer den Ausschank an einem neu designten Weinstand auf. Das Ufergelände in Kastel könnte für den Autoverkehr gesperrt werden und die Eleonorenanlage Sitzstufen zum Fluss erhalten.

Der Bereich östlich der Reduit soll mit Grillwiese, Beachvolleyballfeld, Sprayerwand und Pappelallee auf einer riesigen Fläche zu Freizeit und Sport einladen. Die bestehenden Freizeitmöglichkeiten auf den Wiesen entlang des Rheins bleiben bestehen. Für November ist vorgesehen, in einer zweiten Runde der Bürgerbeteiligung Interessierte für den Feinschliff einzubinden.

„Die Ufer von Rhein und Main sind die Visitenkarten der Stadt“, sagt Heime. Neben Kurpark und Architektur der Kernstadt hätten die Menschen die 14 Kilometer langen Flussbereiche für sich entdeckt. Das Handlungskonzept soll geeignete Räume für Freizeit, Gastronomie und Natur sowie Umwelt definieren, wobei laut Heime ein „hoher Anspruch an den Natur- und Vogelschutz“ bestehe. Die Naturschutzgebiete wie auf der Rettbergsaue oder westlich des Schiersteiner Hafens bleiben unangetastet. Die Planung sieht vor, Besucher und Besucherinnen, die dank des neuen Radwegs vielleicht vermehrt auf die Insel kommen, in bestimmte Bereiche zu lenken. Die Bismarcks-aue soll auf der Rheinseite renaturiert und der Auenbereich östlich der Kaiserbrücke geschützt werden.

Zudem ist eine durchgängige Verbindung der Radwege geplant, ein nicht einfach umzusetzendes Unterfangen, was so bald nicht zu leisten sein wird, da etwa der Schiersteiner Hafen und der Industriepark Kalle Albert den Verlauf unterbrechen.

Geplant ist, das Konzept im Sommer 2022 der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen und danach sukzessive umzusetzen.

Im Bau: Der Radweg wird unter die Schiersteiner Brücke gehängt.

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