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Wiesbaden: Identität durch Wasser

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Von: Andrea Rost

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Auf dem Kranzplatz steht ein Kunstwerk, das den Speer des Riesen Ekko symbolisieren soll. Der Sage nach fand er die erste Thermalquelle Wiesbadens.
Auf dem Kranzplatz steht ein Kunstwerk, das den Speer des Riesen Ekko symbolisieren soll. Der Sage nach fand er die erste Thermalquelle Wiesbadens. © Oeser

2022 hat die Landeshauptstadt Wiesbaden das „Jahr des Wassers“ gefeiert. 150 Veranstaltungen standen auf dem Programm. Viele Tausend Menschen haben teilgenommen.

Das Budget der Stadt war mit 100 000 Euro nicht gerade üppig, der Erfolg der Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Jahr des Wassers“ umso größer. 150 Veranstaltungen habe es 2022 gegeben, viele Sponsoren hätten sich finanziell engagiert, Museen, Theater, Vereine, Verbände, Religionsgemeinschaften und Schulen seien an der Organisation beteiligt gewesen, sagte Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) bei einem Pressetermin. Konkrete Besucherzahlen könne er nicht nennen, „aber es waren viele Tausende.“

Wasser spielte seit der Römerzeit vor allem durch die Thermalquellen die zentrale Rolle sowohl bei der Gründung Wiesbadens als auch beim Aufstieg als Stadt. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde Wiesbaden im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert, als es sich zur „Weltkurstadt“ entwickelte.

„Wiesbaden weist eine ganze Reihe von Besonderheiten auf, es liegt an zwei großen schiffbaren Flüssen, es gibt die Taunusstollen als Wasserversorgung, das in der Stadt ansässige Unternehmen Remigius Fresenius ist Pionier der Wasseranalytik“, sagte Mende. Gleichzeitig sei in Zeiten der Klimaerwärmung Wasser ein globales Thema, das auch das Leben vor Ort auf vielfältige Art und Weise tangiere: von großen Trockenperioden im Sommer bis hin zur drohenden Zunahme von Starkregen.

Ideengeber und Koordinator für die Veranstaltungsreihe „Jahr des Wassers“ war Thomas Weichel von der Stabsstelle „Wiesbadener Identität. Engagement. Bürgerbeteiligung“. Der berichtete, aufgrund der Corona-Pandemie habe man im Vorfeld alles andere als sicher planen können. Vieles sei kurzfristig entschieden worden. „Dass am Ende so viele Termine zum Jahr des Wassers zustande gekommen sind und sich so viele Menschen beteiligt haben, ist keine Selbstverständlichkeit“, bilanzierte Weichel.

Auch wenn die Veranstaltungsreihe im Wesentlichen beendet ist, gibt es doch aktuell noch ein paar Anknüpfungspunkte. So wurde die Sonderausstellung im Landesmuseum Wiesbaden „Vom Wert des Wassers. Alles im Fluss?“ bis zum 5. Februar verlängert. Und die Sonderschau „Wasser Macht Identität“ ist bis 29. Januar im Stadtmuseum am Markt SAM zu sehen.

Außerdem bleibt die Installation „Der Speer des Riesen Ekko“, mit der das Jahr des Wassers eröffnet wurde, dauerhaft auf dem Kochbrunnenplatz stehen. Der Sage nach soll der Riese im Taunuswald den Speer in die Erde gestoßen haben, woraufhin kochendes Wasser aus dem Boden schoss. Es handelte sich um die Wiesbadener Thermalquellen.

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