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Für die Ganztagsbetreuung ist an Schulen oftmals zu wenig Platz. 

Platzmangel

Ganztagsbetreuung in Wiesbaden: Lehrergewerkschaft fordert mehr Räume

Die Lehrergewerkschaft GEW fordert mehr Platz für Kinder in Ganztagsbetreuung. Die zur Verfügung gestellten Räume seien einfach nicht ausreichend.

Wiesbaden - Für die Ganztagsbetreuung in den hessischen Schulen müssen deutlich mehr Räume zur Verfügung gestellt werden. Das hat die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maike Wiedwald, gefordert. Die Ganztagsschulen brauchten Raum zum Spielen und Toben für die Kinder, aber auch für Kleingruppen, zum Arbeiten für die Schüler und die Beschäftigten sowie für das Mittagessen, sagte die Gewerkschafterin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. 

Ganztagsschulen: Container gehören zum Alltag 

"Den Ganztagsschulen fehlt es aber an Raum ohne Ende." An vielen Schulen gehörten Container mittlerweile zum Alltag, weil Klassen ausgelagert werden, erklärte Wiedwald. "Es reicht aber nicht, einfach nur zu sagen, dann wird der vorhandene Raum eben mehrfach genutzt - am Vor- und am Nachmittag." Für die Ganztagsbetreuung sei eine deutlich größere Differenzierung nötig. Es müssten kleinere Gruppen ermöglicht werden und etwa auch eine Nutzung von Sporthallen am Nachmittag machbar sein. Skeptisch äußerte sich die GEW-Landeschefin zum Ganztagsangebot für die Grundschulen. 

Lehrergewerkschaft: Mehr Platz für Ganztagsschulen

"Wir haben in ganz vielen Schulen erlebt, dass der Pakt für den Nachmittag oft ein Pakt zur Senkung der Kosten für die Betreuung der Kinder war." Diese Regelung habe mehrfach dazu geführt, dass sich die Kommunen dann aus der Betreuung herausgezogen hätten. Den "Pakt für den Nachmittag" gibt es in Hessen seit dem Schuljahr 2015/2016. Das Angebot soll eine verlässliche Betreuung der Kinder von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr ermöglichen. Das Land stellt dabei rechnerisch von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr die Lehrer zur Verfügung. Danach übernehmen die Kommunen als Schulträger die restlichen Stunden. Eltern bezahlen für die zusätzliche Versorgung.

dpa

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