Rhein-Main

Gedenken fällt kleiner aus

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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  • Kerstin Klamroth
    Kerstin Klamroth
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Wegen der Corona-Pandemie wird die Gedenkveranstaltung in Wiesbaden lediglich online übertragen. In Oberursel und Hofheim wird im kleineren Kreis erinnert.

Die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen auch das Erinnern an die Reichspogromnacht von 1938 in vielen Kommunen.

In Wiesbaden findet die Gedenkstunde am Montag, 9. November, im Mahnmal „Namentliches Gedenken“ am Standort der 1938 zerstörten großen Synagoge am Michelsberg nicht öffentlich statt. Sie wird laut Stadtverwaltung ab 19 Uhr online live übertragen (www. wiesbaden.de.). Erinnert wird dann auch an die Zerstörung der Synagoge durch die Nationalsozialisten vor 82 Jahren.

In Oberursel hat die Initiative Opferdenkmal Oberursel ihre Gedenkveranstaltung am 9. November in der Stadthalle abgesagt. Um trotzdem an die Pogrome zu erinnern, können alle am selben Tag eine Kerze am Gedenkstein für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft am Rathausplatz, Ausfahrt Tiefgarage, aufstellen. Das teilte der Kultur- und Sportförderverein Oberursel mit. Das Denkmal für die Oberurseler Opfer des Nationalsozialismus ist wegen Renovierungsarbeiten an der Hospitalkirche derzeit eingehaust.

In Hofheim beginnt mit dem Geläut von Glocken das Gedenken an der Mauer der ehemaligen Synagoge, Burggrabenstraße 14. Ein kleiner Kreis nur komme zusammen, teilt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis mit. Darunter sind auch der Magistrat der Stadt und die Kirchengemeinden in Hofheim.

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