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Wiesbaden erweitert Impfangebot

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Von: Madeleine Reckmann

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Das Impfzentrum im Rhein-Main-Congresscenter in Wiesbaden ist seit September geschlossen.
Das Impfzentrum im Rhein-Main-Congresscenter in Wiesbaden ist seit September geschlossen. © Michael Schick

Weil sie ihr Impfangebot erweitern will, sucht die Stadt Wiesbaden medizinisches Personal. Zivilkontrollen sollen in Kneipen und Restaurants die Corona-Regeln überprüfen.

Die Landeshauptstadt will beim Impfen an Tempo zulegen. Es soll eine zweite stationäre Impfstation in der Innenstadt und mehr mobile Impfteams geben. Das hat die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag beschlossen. Das Geld dafür werde zur Verfügung gestellt, versichern die Politiker:innen. Nun hat der Magistrat freie Hand, um zwölf Ärztinnen und Ärzte und 28 medizinische Fachangestellte zu gewinnen.

Die bestehende stationäre Impfstation in der DKD-Helios-Klinik im Aukammtal, wo unterschiedliche Kliniken ab Montag Vakzination vornehmen, wird als nicht ausreichend angesehen. Zudem ist sie schlecht zu erreichen und liegt im fünften Stock. Dort seien 100 Impfungen am Tag zu schaffen, sagte Gesundheitsdezernent Oliver Franz (CDU) in der Sondersitzung der Ausschüsse für Finanzen und Gesundheit, benötigt würden jedoch 6500 Impfungen im Monat. Um auch die vulnerablen Gruppen zu erreichen, seien mobile Impfteams unerlässlich.

Seit 28. Oktober hätten zwei mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen und bei Hausbesuchen knapp 2000 Personen den Stoff in den Arm gespritzt, teilt Franz mit. Künftig sollen die mobilen Teams auch Sonderimpfaktionen anbieten. Das erweiterte Impfprogramm wurde von CDU, Grünen, SPD, FDP, Linke und Volt beantragt.

Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) kündigte zudem an, dass bei den betriebsärztlichen Boosterimpfungen des städtischen Personals Erzieherinnen und Erzieher als Erste an die Reihe kämen. Dies sei notwendig, um die Kitas offen zu halten. Das Ordnungsamt gibt bekannt, dass die Einhaltung der Corona-Regeln verstärkt auch mit Personal in Zivil kontrolliert werde. Im Fokus stünden Restaurants, Bars und Kneipen, die G3- oder G2-Regeln einhalten müssten.

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