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E-Busse fahren schon. Shuttle auf Abruf kommen später.
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E-Busse fahren schon. Shuttle auf Abruf kommen später.

Wiesbaden

Wiesbaden erfindet den Shuttle für alle

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Hessen fördert die Vorbereitung für den On-Demand-Shuttle mit 150000 Euro, stellt aber Bedingungen.

Dass Elektrofahrzeuge Strom laden müssen, versteht sich von selbst. Wenn On-Demand-Shuttle-Verkehre Strom laden, kann es kompliziert werden. Bis Kleinbusse auf Zuruf fahren, vergehen noch einige Jahre. Der Wiesbadener Verkehrsdienstleister Eswe schreibt dennoch jetzt schon eine Ladeinfrastruktur für On-Demand-Shuttle-Verkehre (Inos) aus. Die Landeshauptstadt möchte als eine der ersten Städte Deutschlands ihren öffentlichen Nahverkehr komplett auf emissionsfreie Antriebe umstellen.

Shuttle in Wiesbaden: Ergänzen Busse und Straßenbahnen

Dieses Ziel sei Hessen jetzt 150 000 Euro wert, teilte das Land gestern mit. Mit dieser Summe fördert das Verkehrsministerium das Projekt, stellt aber Bedingungen: Das Vorhaben soll in mehrfacher Hinsicht innovativ sein. „Digitale Technologien, Smartphones und künstliche Intelligenz machen neue, flexible Angebote „on demand“, also auf Abruf möglich. Sie ergänzen die klassischen Bus- und Straßenbahnlinien“, sagt Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Die Wiesbadener Eswe-Verkehr habe sich mit Ehrgeiz auf den Weg in ein klimafreundliches Mobilitätssystem gemacht. Dabei könne sie auf Unterstützung des Landes setzen.

Die Ladeinfrastruktur soll technisch und digital eine Vorreiterrolle einnehmen. Gesucht wird eine „intelligente Ladeinfrastrukturlösung samt Integration eines systemübergreifenden Energiemanagements“. Das steuerbare Schnellladesystem soll lokale Stromkapazitäten berücksichtigen und ermitteln können, wann die Strombörse besonders günstigen Strom anbietet. Dies soll den zuverlässigen und nachhaltigen Betrieb der Shuttle ermöglichen.

Zusätzlich kommt ein neuer Ausschreibungsansatz zum Einsatz, der die Lebenszykluskosten miteinbezieht. Der maximale Nutzwert und die Leistungsfähigkeit des Marktes soll die Ausschreibung berücksichtigen. Neben den Anschaffungskosten sei darzustellen, wie viel Geld für Instandhaltung, Wartung, den täglichen Energieverbrauch und Netzentgelte während des gesamten Lebenszyklus zu zahlen sei.

All diese Erkenntnisse sollen auch anderen Interessenten wie etwa Energieversorgern oder Tiefgaragenbesitzern offenstehen. Das ist laut Mitteilung auf dem Markt bisher einmalig. Es biete die Möglichkeit, Ladeinfrastruktur als „ganzheitlich kostenminimierendes Gesamtsystem zu beschaffen“. Damit verspricht sich das Land einen leistungsfähigen und ressourcenschonenden Einsatz des Systems. Auch für andere Nutzungen könnte der Wissenstransfer als Blaupause dienen.

„Als Expertinnen und Experten in der Beratung und Betreuung von geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten freuen wir uns, das innovative Vorhaben Eswe von Beginn an begleiten zu können. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Technologiestandort Hessen zu stärken und den ÖPNV noch zukunftsfähiger zu machen“, erläutert Folke Mühlhölzer, Vorsitzender Geschäftsführer der Hessen- Agentur, die mit der Innovationsförderung des Projekts betraut ist.

Eswe-Verkehr steckt in der stärksten Umbruchphase ihrer Geschichte. Außer der Umstellung der Antriebssysteme der Liniebusse steht auf ihrer Agenda, ergänzende, nachhaltige Mobilitätsangebote dort zu schaffen, wo die Busse nicht fahren. On-Demand-Verkehre zählen dazu.

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