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Wiesbaden: Dieser Sprengmeister jagt die Salzbachtalbrücke in die Luft

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Von: Madeleine Reckmann

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Sprengmeister Eduard Reisch
Sprengmeister Eduard Reisch © dpa

Der Sprengmeister der Salzbachtalbrücke hat auch den Frankfurter AfE-Tower zu Fall gebracht. Er gilt als der Beste seiner Zunft.

Wenn eine Sprengung in der Region ansteht und Eduard Reisch seine Finger im Spiel hat, werden gerne die alten Geschichten ’rausgekramt. Denn „Krater-Eddy“ eilt ein Ruf voraus. Der Sprengmeister aus dem bayrischen Apfeldorf gilt als der beste seiner Zunft im Lande. Er hat nicht nur 2014 den 117 Meter hohen AfE-Tower in Frankfurt zu Fall gebracht, das damals höchste Gebäude Europas, das jemals gesprengt worden war, ohne dass irgendetwas schief gelaufen wäre.

Auch andere Bauwerke zerbröselten vorbildlich unter seiner Leitung zu Staub, wenn er den großen „Rumms“ plante und überwachte. Dieses Jahr waren das unter anderem der 46 Meter hohe Förderturm einer ehemaligen Schachtanlage im nordrhein-westfälischen Datteln und die Brücke „20. Jahrestag der DDR“ in Brandenburg an der Havel.

Man stellt ihn gerne vor, den 60-Jährigen mit dem starken bayrischen Akzent, der nur so strotzt vor Selbstbewusstsein. Muss er ja auch haben, wenn er solche gigantischen Explosionen unter seinen Fittichen hat. Man denke nur, ein zaudernder Mensch hätte da die Hand am Hebel. So eine Brücke würde ja nie in Knie gehen.

Zu den alten Geschichten gehört, dass damals bei den Vorbereitungen einer Sprengung in Hamburg ein riesiger Kessel umkippte, zwei Menschen starben. Obwohl Reisch nicht persönlich schuld war, weil er das Bauwerk nicht für die Detonation vorbereitet hatte, erhielt er als Sprengmeister eine Bewährungsstrafe.

Dann war da noch der Einsatz in Oberbayern, wo er einen Krater sprengte, von dem die Behörden nichts wussten. Das alles ist eigentlich Schnee von gestern. Aber es gehört immer wieder erzählt, weil es die anderen ja auch tun, und weil Geschichten in Verbindung mit Sprengstoff einen Reiz ausüben. mit dpa

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