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Für die Pünktlichkeit sind Busspuren eindeutig von Vorteil.
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Für die Pünktlichkeit sind Busspuren eindeutig von Vorteil.

Verkehr

Wiesbaden: Busspuren reduzieren Verspätungen

  • VonDiana Unkart
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Dank der oft umstrittenen Busspuren sind während der Sperrung der Salzbachtalbrücke in der Stadt nahezu staufreie Fahrten möglich.

Sie ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen in Wiesbaden, mal gelobt und mal verspottet: die Busspur, die auch von Radfahrer:innen und Rettungsfahrzeugen genutzt werden darf. Gerade erst ist das Netz wieder ein Stück länger geworden, und nach Angaben des städtischen Verkehrsdienstleisters Eswe Verkehr helfen die Spuren besonders in diesen Wochen und Monaten, in denen wegen der gesperrten Salzbachtalbrücke zwar kaum noch Züge, dafür aber umso mehr Autos durch die Stadt rollen, den Busverkehr zumindest in Teilbereichen flüssig zu halten.

„Trotz eines erhöhten Durchgangsverkehrs in der Stadt konnten sich die Busse auf Teilen des Streckennetzes unabhängig vom herrschenden Stau bewegen“, berichtet Eswe Verkehr.

Der Verkehrsblog „Fliessbaden.de“ hatte die Auswirkungen dieser Spuren Ende Juni, kurz nach Sperrung der Brücke, als Forderungen laut wurden, die Spur wieder für Autos freizugeben, analysiert. Anhand eines Vergleichs von Buslinien und deren Fahrzeiten zeigte sich, dass Linien, die auf Busspuren unterwegs waren, die Fahrpläne nahezu einhalten konnten, während andere mit teilweise 40 Minuten Verspätung unterwegs waren.

Die Busspuren bewähren sich nach Angaben von Eswe Verkehr vor allem dann, wenn das Verkehrsaufkommen hoch ist. „Sie tragen während dieser Zeiten erheblich dazu bei, dass der Fahrplan überhaupt eingehalten werden und im Innenstadtbereich ein vergleichsweise pünktlicher Busverkehr garantiert werden kann“, heißt es. Allerdings gelinge es nur in Einzelfällen, die Fahrzeiten zu reduzieren. Beispielsweise habe im vergangenen Jahr auf dem Streckenabschnitt Scheffelstraße zum Hauptbahnhof und zurück die Fahrzeit von drei auf zwei Minuten reduziert werden können – eine Folge der Umweltspur auf dem 1. Ring.

Zuletzt wurde auf der Mainzer Straße stadteinwärts zwischen Gartenfeldstraße und Gustav-Stresemann-Ring eine Busspur eingerichtet. Damit sorge die Stadt für eine Busbeschleunigung auf einer wichtigen Verkehrsachse, sagt Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Während der Sperrung des Hauptbahnhofs komme das auch den Pendlerinnen und Pendlern zugute, die schneller zu den Ersatz-Bahnhöfen Wiesbaden-Ost und Mainz-Kastel gelangten. Die Busspur ist als Umweltspur für den Radverkehr freigegeben. Damit könne auch eine wichtige Lücke im Hauptradnetz geschlossen werden.

Wiesbaden war 1968 die erste Stadt der Welt, die eine Busspur einführte. Weil rechtliche Grundlagen fehlten, war ihre Einrichtung eigentlich nicht erlaubt. Was folgte, waren Auseinandersetzungen, die teils vor Gerichten ausgetragen wurden. Damals wie heute lehnten und lehnen Teile der Bevölkerung die Spur ab. Zum weltweiten Exportschlager wurde sie dennoch.

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