Bewegung „Aufstehen“

Buntwesten demonstrieren  für mehr Gerechtigkeit

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Die Bewegung „Aufstehen“ ruft in Wiesbaden zur Untersützung linker Forderungen auf.  

Mit Sicherheitswesten zu demonstrieren, ist gerade ziemlich angesagt. Die französische Bewegung der gelben Westen (Gilets jaunes) macht vor, wie auf die Belange einfacher Menschen wie niedrige Löhne und hohe Lebenshaltungskosten aufmerksam gemacht werden kann. Für kommenden Samstag ruft die Bewegung „Aufstehen“ zur Demonstration in Sicherheitswesten auf, die neben gelb auch rot, blau oder grün sein dürfen. In allen Landeshauptstädten soll die Demonstration der Buntwesten für eine soziale und friedliche Politik eintreten. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Gruppe „Wir sind viel mehr“, die in den vergangenen Wochen zweimal in Wiesbaden in gelben Westen für angeblich soziale Ziele demonstrierte. Denn „Wir sind viel mehr“ wird von Beobachtern der Szene als von Rechten dominiert und als rechtsextreme Gruppe definiert.

Die Bewegung „Aufstehen“ dagegen wurde 2018 von der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ins Leben gerufen. Sie soll eine soziale und demokratische Sammlungsbewegung sein, um den politischen Parteien im linken Spektrum den Rücken zu stärken. Zu den Unterstützern gehören unter anderen die Grünen-Politikerin Antje Vollmer, der Schriftsteller Christoph Hein, der frühere Opel-Betriebsrat Peter Einenkel und der Theologe Eugen Drewermann. Mit den bunten Westen wolle sich „Aufstehen“ auf die Gelbwesten in Frankreich beziehen, sagt eine Sprecherin der FR, und damit ihre Solidarität mit den Protestierenden ausdrücken. Allerdings distanziere sich die Bewegung von der Gewalt, die die französischen Gelbwesten ausübten. Die Farben der Westen sollen die unterschiedlichen Ziele wie Frieden, Bildung und Umweltschutz darstellen. Ob es auch eine Buntwesten-Demo in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt geben werde, gilt laut der Sprecherin als unsicher. Außer Bremen seien jedoch alle anderen Landeshauptstädte und zudem Augsburg und Würzburg dabei.

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