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Wiesbaden: Biebricher Schlosspark wird zur Festivalmeile

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Von: Andrea Rost

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Das Team von „Poesie im Park“ mit Festivalgründer Mario Krichbaum im gelben Anzug.
Das Team von „Poesie im Park“ mit Festivalgründer MariAlexa Sommer. © Alexa Sommer

Das Festival „Poesie im Park“ startet am kommenden Freitag. Besucherinnen und Besucher haben freien Eintritt in den Biebricher Schlosspark. Das Programm ist wie immer eine Wundertüte.

Corona konnte die Macherinnen und Macherinnen von „Poesie im Park“ in den vergangenen zwei Jahren nicht stoppen: Das Festival im Biebricher Schlosspark fand jeweils Mitte August statt. Kleiner zwar und mit Erfassung der persönlichen Daten der Besucher:innen, wie Mario Krichbaum sagt. „Aber wir mussten nicht pausieren.“

Dass es in diesem Jahr keinerlei Auflagen zu beachten gilt, freut den 52-Jährigen, der als Schauspieler und Regisseur arbeitet. Krichbaum hat die Open-Air-Veranstaltung vor für Jahren konzipiert und agiert seither als Leiter von „Poesie im Park“.

Das Konzept, den Biebricher Schlosspark als künstlerische Spielwiese zu nutzen, habe sich über die Jahre hinweg nicht verändert, sagt er. Die Grünflächen, die Wege, der Bachlauf und eine Bühne an der Orangerie würden von Künstler:innen für ihre Darbietungen genutzt. „Die Leute können durch den Park schlendern und sich ansehen oder anhören, worauf sie Lust haben. Alles bei freiem Eintritt.“

Programm

Das Festival „Poesie im Park“ beginnt am Freitag, 12. August, um 17 Uhr. Das Programm im Biebricher Schlosspark läuft auch am Samstag, 13. August, von 14 bis 22 Uhr sowie am Sonntag, 14. August, von 12 bis 18 Uhr.

7. August, von 12 bis 18 Uhr.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. aro

Infos: www.poesie-im-park.de

Finanziert wird das Festival komplett durch Sponsoren. Unterstützung gibt’s unter anderem vom Land Hessen, von der Stadt Wiesbaden und vom Kulturfonds Rhein-Main.

Als besonderes Highlight in diesem Jahr kündigt Mario Krichbaum die Gestaltung einer „sozialen Plastik“ an. Was genau darunter zu verstehen ist, mag der Festivalleiter nicht verraten. Auch, weil Krichbaum selbst noch nicht weiß, was auf der großen Wiese zwischen Schloss und Weiher am Wochenende passieren wird. Vernetzen sei ein Thema, sagt er, das Organisationsteam des Vereins „Kulturwerkstatt Godot“ habe Wolle beschafft. Mitmachen könnten sowohl Festivalgäste als auch Kunstschaffende, die bei „Poesie im Park“ dabei sind. Das Kunstwerk werde kuratiert, seine Entstehung in Fotos und Videos dokumentiert. „Nur eines steht fest. Am Dienstag kommender Woche muss alles wieder abgebaut sein“, sagt Krichbaum.

Im Internet gibt es bereit seinen Vorgeschmack aur „Poesie im Park“ 2022. Auf der Festival-Homepage wird nicht nur das Programm mit Auftritten von Bands, Lesungen, Tanzvorführungen, Poetry Slam, Walk-Acts und Workshops ausführlich angekündigt.

Auf Youtube ist auch ein Video zu sehen, in dem der Land-Art-Künstler Roger Rigorth sein Kunstwerk „Egg-Plant“ vorstellt, das er bereits im Biebricher Schlosspark aufgebaut hat. Skulpturen, Objekte und Installationen weiterer Künstler:innen aus Stadt und Region werden während der Festivaltage dazukommen. „Wir wollen unserer Devise treubleiben, dass es sich bei „Poesie im Park“ nicht um ein reines Konsumfestival handelt“, betont Mario Krichbaum. „Die Leute, die kommen, sollen sich selbst mit einbringen, sich inspirieren und überraschen lassen.“

Ebenfalls eine Idee der ersten Stunde ist es, im Biebricher Schlosspark keinen unnötigen Müll zu produzieren. Einwegplastikgeschirr und To-go-Becher sind deshalb bei „Poesie im Park“ tabu. Wer mag, kann Essen und Getränke selbst mitbringen, es gibt aber auch Stände, an denen man sich vor Ort verköstigen kann. Für Besucherinnen und Besucher sind zudem Ökotoiletten aufgestellt.

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