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Wiesbaden

Wiesbaden: Afghanistans Geschichte auf der Bühne

  • VonDiana Unkart
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Afghaninnen, die in Wiesbaden leben, proben derzeit ein Theaterstück. Es soll ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität sein.

Frauen aus Afghanistan, die inzwischen in Wiesbaden leben, haben gemeinsam mit den Schauspieler:innen Elfi Dittrich und Armin Nufer ein Theaterstück entwickelt, in dem es um Afghanistan einst und heute geht.

In teilweise improvisierten Szenen ohne lange Dialoge, sondern eher pantomimisch-tänzerisch wird gezeigt, wie die Taliban schon vor Jahrzehnten die Frauen unterdrückten. In einer Zwischenphase keimte Hoffnung: Frauen durften berufstätig und kulturell aktiv sein. Sie gingen zur Schule und besuchten Universitäten. Und heute? Niemand weiß, wie es für Frauen in Afghanistan weitergehen wird. Das Schutzversprechen des Westens gilt nicht mehr. „Die Präsenz der westlichen Länder in den letzten 20 Jahren hat den Frauen die Chance gegeben, Selbstverwirklichung zu erleben. Damals war die Hoffnung so groß. Heute ist die Enttäuschung so groß“, sagt Zakia Roohani.

Sie hat den Verein „Frauenwelten“ gegründet, der sich um afghanische Frauen kümmert, die schon länger in Wiesbaden leben. Das Theaterstück sei ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität. Unterstützt wird das Projekt von „Demokratie leben“ und dem Kulturdezernat. Geprobt wird im neuen Kulturraum „Marleen im Lili“. Bei den Proben sei spürbar, wie gut der körperliche Ausdruck den Frauen tue, sagt Zakia Roohani. Das Theaterspielen helfe den selbst geflüchteten, oft traumatisierten Frauen dabei, ihre Gefühle zu verarbeiten. Das Stück mit dem Titel „Vom Schmetterling zum Cocon“ ist am Dienstag, 12. Oktober, um 15 und um 17 Uhr im „Marleen im Lili“ zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen, es gelten die 3G-Coronaregeln. diu

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