Schuldezernentin Rose-Lore Scholz.
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Schuldezernentin Rose-Lore Scholz.

Integrationsdezernentin Scholz

"Es ist wichtig, den Austausch zu fördern"

Rose-Lore Scholz freut sich über die Vernetzung mit dem Programm „Integration durch Qualifizierung in Hessen“

Auf Integration wird in Wiesbaden viel Wert gelegt. Gestern nahm jetzt auch das Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ) in Hessen“ seine Arbeit auf – zunächst in der ersten Schwerpunktregion, die Wiesbaden, den Rheingau-Taunus- und Main-Taunus-Kreis umfasst. Integrationsdezernentin Rose-Lore Scholz (CDU) ist froh über das Programm, das auch vom Bundesarbeitsministerium gefördert wird.

Frau Scholz, Wiesbaden tut viel für seine Migranten. Wofür ist ein solches Netzwerk noch gut?

Man braucht immer Netzwerke. Kommunikation ist wichtig, um integrieren zu können. Die Mitarbeiter der für die Integration in den Arbeitsmarkt zuständigen Institutionen sollen im Hinblick auf die kulturelle Öffnung geschult werden. Auch hierzu soll es Workshops geben. All das ist eine sinnvolle Ergänzung der Arbeit vor Ort.

Was wird bereits angeboten? Wiesbaden hat eine Beratungsstelle zum Thema Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen aufgebaut und weitere Projekte im Bereich Arbeitsmarktintegration initiiert. Wir legen besonderen Wert auf die Anerkennung von qualifizierten Migranten. Das ist auch hinsichtlich des demografischen Wandels besonders wichtig.

Wie soll das erreicht werden?

Die Abschlüsse, die im Ausland erworben wurden, müssen auch hier anerkannt werden. Am 1. April tritt das sogenannte Anerkennungsgesetz in Kraft, das auch vom Netzwerk IQ begleitet wird.

Was erwarten Sie noch vom Netzwerk IQ?

Es sollen möglichst viele Verbindungen hergestellt und so der Austausch zwischen den einzelnen Akteuren gefördert werden.

Kochten die denn bislang alle ihr eigenes Süppchen?

Überhaupt nicht. Die Zusammenarbeit in Wiesbaden klappt gut. Wir sind nicht umsonst Modellregion und haben wie gesagt eine Menge Projekte initiiert, die gut laufen.

Was kann noch besser gemacht werden, um zu integrieren?

Mit unseren bisherigen Arbeitsansätzen und dem IQ-Netzwerk sind wir auf einem guten Weg. Gute Chancen für Integration gibt es darüber hinaus über Sportvereine und Vereinsarbeit.

Das Interview führte Ute Fiedler

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