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Die Kinder singen in der Regenpause einige Lieder aus dem Programm.
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Die Kinder singen in der Regenpause einige Lieder aus dem Programm.

Wiesbaden

Wenn selbst Queen nicht reicht

  • VonMirjam Ulrich
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Das Strandkorbkonzert „Sing Beethoven“ wird wegen einer Unterwetterwarnung verschoben.

Seit Tagen fiebern die 250 Mädchen und Jungen auf ihren Auftritt in der Wiesbadener Arena hin. Für das Strandkorbkonzert „Sing Beethoven“ haben sie monatelang geprobt. Erst online, im Juni auch gemeinsam mit Abstand im Freien. Doch eine halbe Stunde vor Konzertbeginn fängt es zu regnen an. Zudem gibt der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus. Das Sicherheitspersonal leitet alle Besucherinnen und Besucher aus den Strandkörben hoch auf die Tribüne, um dort abzuwarten.

Das anstehende Konzert ist die zweite Aufführung von „Sing Beethoven“. Nach der Uraufführung in Bonn fielen 2020 alle weiteren Konzerte wegen der Pandemie aus. Das Konzept, Instrumentalwerke von Beethoven zu singen, stammt von Friedhilde Trüün. „Seine Musik eignet sich dafür hervorragend“, sagt die Kinderstimmpädagogin und Kirchenmusikerin. „Ob Sinfonien oder Klaviersonaten – es sind sehr gesangliche Melodien, die schnell ins Ohr gehen.“

Neuer Termin

Das Konzert wird nachgeholt am Sonntag, 18. Juli, um 11 Uhr in der Brita-Arena. Die Tickets für den 4. Juli bleiben gültig.

Zwei Plätze im Strandkorb kosten 29,80 Euro. Kinder unter zwölf Jahren dürfen auf dem Schoß der Eltern sitzen.

Die Karten gibt es unter: strandkorb-openair.de/termine-wiesbaden

Weitere Informationen unter:
singakademie-wiesbaden.de miu

Publikum wartet geduldig

Beethovens Kompositionen ließ sie für Kinderstimmern arrangieren und mit kindgerechten Texten versehen. So klingt etwa „Für Elise“ sehr groovy, und aus der „Mondscheinsonate“ wird eine „Rumba im Mondschein“. Zum Rondo a capriccio „Die Wut über den verlorenen Groschen“ singt der Chor: „Was schmeckt nicht wie Beton? Kaubonbon, Kaubonbon!“ Die Kinder lieben dieses Lied, sagt Trüün. „Und Beethoven hatte viel Humor.“ Das Programm stellt eine musikalische Biografie des Komponisten dar. Eine Jazzband begleitet die Kinder.

Nach „Sing Bach“ im Jahr 2018 verwirklicht die Vokalpädagogin zum zweiten Mal ein Mitsingprojekt in Wiesbaden. Initiiert hat das Niklas Sikner, Kantor der Lutherkirche und einer der Leiter der Evangelischen Singakademie Wiesbaden. „Obwohl die Kinder wegen des Fernunterrichts schon viel Zeit am Rechner verbrachten, machten sie bei den Online-Proben sehr motiviert mit“, berichtet er. Neben 80 Kindern von der Evangelischen Singakademie beteiligen sich vier Schulchöre aus Wiesbaden und einer aus Taunusstein, der Wiesbadener Knabenchor, der Kinderchor der Ringkirche sowie Trüüns „Teenie-Chor“ der Musikschule Tübingen.

Einige der jungen Sängerinnen und Sänger unterhalten in der Regenpause auf der Tribüne das geduldig ausharrende Publikum mit Liedern aus dem Programm. Andere klatschen und stampfen den Stadionklassiker von Queen. Statt „We will rock you“ singen sie „Sonne komm‘ raus, Regen geh‘ weg“. Vergebens. Nach fast zwei Stunden Wartezeit verlängert der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnung erneut. Das Konzert fällt aus. Zum Trost singt Friedhilde Trünn mit allen Beethovens „Ode an die Freude“.

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