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Weitere temporäre Parkplätze

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Von: Ute Fiedler

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Seit vergangener Woche können Autos nachts auch auf der rechten Spur des 1. Ring,dem Kaiser-Friedrich-Ring, parken. Das Parken dort soll nicht die letzte Maßnahme zur Parkraumoptimierung bleiben.

Neue Ideen, neue Projekte – das Ordnungsdezernat um Oliver Franz (CDU) will die Parksituation in der Wiesbadener Innenstadt weiter entspannen. Wie berichtet kann seit Juli dieses Jahres auf dem Konrad-Adenauer-Ring nachts geparkt werden. Seit vergangener Woche können Wiesbadener ihre Autos zudem abends auch auf der rechten Spur des 1. Rings, dem Kaiser-Friedrich-Ring, parken. Das teilt Thomas Kroppen, Referent des Ordnungsdezernenten, auf Anfrage mit.

Zwischen der Schiersteiner Straße und dem Gutenbergplatz kann von an werktags von 20 bis 6 Uhr geparkt werden. Am Wochenende ist das Parken von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, erlaubt. Ob diese Zeiten ausgeweitet werden, werde derzeit überprüft, erläutert Kroppen die Pläne des Ordnungsdezernenten. Der Oktober diene als Referenzmonat. Tag für Tag werden nun Stadtpolizisten kontrollieren und registrieren, wie viele Autos das Angebot nutzen und wie viele Fahrzeuge morgens noch auf der Fahrspur stehen. Nach der Auswertung werde entschieden, ob die Autofahrer bereits von 18 Uhr an ihre Fahrzeuge auf dem Ring abstellen können. Wegfahren müssten sie es dann erst gegen 7 Uhr.

Straßen werden geprüft

Bislang werde das Angebot gut genutzt, sagt Kroppen. „Vor allem am Wochenende“, fügt er hinzu. Und bislang gebe es kaum Probleme. Erst einmal habe in den vergangenen Monaten ein Fahrzeug abgeschleppt werden müssen. „Im Normalfall sind die Mitarbeiter der Stadtpolizei morgens unterwegs und fangen gegen 5.45 Uhr an, die Halter der Fahrzeuge zu ermitteln, die bis dato noch auf der Straße stehen“, sagt Kroppen.

Fünfmal mussten sie seit Juli aktiv werden. „Viermal haben sie die Fahrzeughalter erreicht, einmal eben nicht“, sagt Kroppen, der die Wiesbadener in dieser Hinsicht als „sehr diszipliniert“ beschreibt.

Doch das Parken auf dem Kaiser-Friedrich-Ring soll nicht die letzte Maßnahme zur Parkraumoptimierung bleiben. Es werde zur Zeit überprüft, welche weiteren Straßen nachts als Parkfläche freigegeben werden könnten, sagt Kroppen. Vor allem die „großen Ausfallstraßen“ habe man im Visier. Konkret sei jedoch noch nichts.

Weitere Überlegungen beziehen zudem auch das Anwohnerparken ein. „Ordnungsdezernent Franz würde es gerne ausweiten“, sagt Kroppen. Derzeit könnten von 18 Uhr an auch Autofahrer ohne Anwohnerparkausweis auf den Parkplätzen stehen. „Viele Pendler kommen jedoch erst später nach Hause, und dann geht die Parkplatzsucherei los.“ Überlegt werde, ob Fahrzeughalter ohne Anwohnerparkausweis erst von 22 Uhr an ihre Autos abstellen dürften.

Weitere Parkplätze könnten laut Kroppen auch durch Umwandlung von Straßenzügen in Einbahnstraßen entstehen. So werde derzeit ebenfalls überprüft, ob für die Marcobrunnerstraße eine solche Regelung in Frage komme. „Im vergangenen Jahr sind dort etwa 3500 Knöllchen verteilt worden“, sagt Kroppen. Das zeige, wie hoch der Druck sei. Man wolle alles versuchen, um diesen zu senken.

Laut Kroppen sind seit der Freigabe des Konrad-Adenauer-Rings sowie des Kaiser-Friedrich-Rings zusätzlich insgesamt 263 temporäre Parkplätze geschaffen worden. Durch eine Einbahnstraßenregelung für die Marcobrunnerstraße könnten weitere 35 Parkplätze entstehen. „Wir werden sehen, wie die Angebote genutzt werden. Klar ist, dass die Wiesbadener und Wiesbadenerinnen natürlich mitziehen müssen.“

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