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Stolz zeigen die Kinder ihre Schwimmabzeichen.

Wiesbaden

Wassersport und mehr

Der Schwimmunterricht für Flüchtlinge hat viele positive Effekte. Dazu zählen Abwechslung und Ablenkung vom Alltag und den Erinnerungen an die Flucht.

Von VON

Die Kinder lachen und springen ins Wasser. Die Schwimmstunde ist für sie nicht nur Bewegung und Sport, sie bedeutet Abwechslung und Ablenkung. Seit November 2016 werden in Wiesbaden Schwimmkurse für Flüchtlinge angeboten.

Schwimmen – es war dieser Wunsch, den die Paten des Evim-Projektes „Be Welcome“ immer wieder hörten. Sie suchten einen Verein als Kooperationspartner. „Wir haben viele Mitglieder, die aus unterschiedlichen Ländern nach Deutschland gekommen sind“, sagt Gerhard Strauch, Vorsitzender des Schwimmvereins Delphin Wiesbaden. Deshalb sei es selbstverständlich gewesen, die Kurse für Frauen, Männer und Kinder zu organisieren.“

Der erste Durchgang startete mit 14 Kindern, inzwischen sind es 24. Die Hälfte der Kinder habe das „Seepferdchen“ geschafft und übe für den „Freischwimmer“, berichtet Strauch.

Die Kurse hätten noch einen anderen Effekt, sagt Pirko Krämer, Projektkoordinatorin des Evim-Patenprogramms: Sie böten Abwechslung zum bisweilen eintönigen Alltag in der Gemeinschaftsunterkunft und die Geflüchteten gewönnen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, sagt Strauch. Den Teilnehmern mache der Schwimmkurs großen Spaß, die Schwimmlehrer seien zufrieden und attestierten ihnen große Fortschritte. Die Kurse soll es weiter geben, die Nachfrage ist groß. Eine Fortsetzung ist ab September geplant. diu

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