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Wasserrohrbruch mit Folgen

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Von: Arne Löffel

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Das Wasser findet seinen Weg unter dem Gehweg hindurch in den angrenzenden Keller.
Das Wasser findet seinen Weg unter dem Gehweg hindurch in den angrenzenden Keller. © wiesbaden 112

Zwei Häuser evakuiert, Straße und Gehweg unterspült, Kellerwand eingebrochen: In Wiesbaden-Bierstadt sorgt ein Wasserrohrbruch für massive Behinderungen.

Ein Wasserrohrbruch sorgt in Bierstadt seit Sonntag für massive Behinderungen. Das aus 200 Millimeter starken Hauptleitung ausgetretene Wasser hat am ersten Advent nach Angaben der Eswe Versorgung von 11.30 Uhr an den Gehweg an der Schultheißstraße so stark unterspült, dass das Wasser sogar in den Keller eines Mehrfamilienhauses gelaufen ist.

Dieser Keller wurde nach Angaben von Eswe-Pressesprecher Frank Rolle fast 1,50 Meter hoch überflutet. An der Stirnseite des Kellers der Hausnummer 18 zur Straße hin sei daraufhin die gesamte Kellerwand eingebrochen, die Gasleitung sei beschädigt worden.

Laut Rolle habe der Einsturz der Kellerwand für sehr viel Schutt innerhalb des Gebäudes gesorgt. Es habe zeitweise Explosionsgefahr bestanden, so dass fünf Mitarbeiter der Eswe Versorgung und ein Mitarbeiter der „sw Netz“ ausgerückt seien, um sowohl die Gasleitung abzusperren, als auch das Haus vom Stromnetz zu trennen. Hierzu hätten sich die Männer im Verbund mit der Wiesbadener Feuerwehr Zugang zum Dachboden des Hauses verschafft und den Strom abgeschaltet.

„Da die Statik des Hauses derzeit nicht gewährleistet ist, wurden die zwei betroffenen Anwesen vorsorglich geräumt“, berichtet Frank Rolle. Der Bewohner des Hauses Nummer 18 sei bei Verwandten untergekommen, die Bewohner des Nachbarhauses – beide Häuser teilen sich eine Wand – seien vorsorglich im Dorint-Hotel untergebracht worden. „Wenn es gut läuft, dann können die Bewohner in zwei Tagen wieder in ihre Häuser zurückkehren“, so Rolle. Der Bewohner eines Gebäudes im hinteren Teil des Areals sei informiert worden, aber nicht zu Hause.

Gestern haben Statiker das Haus eingehender untersucht und prinzipiell Entwarnung gegeben. Laut Rolle muss eine Wand abgestützt werden, ehe Gas-, Strom- und Wasserleitungen repariert und wieder angeschlossen werden können. Der entstandene Schaden dürfte sich im sechsstelligen Bereich bewegen, weil zu den Baumaßnahmen nun auch die Reparaturkosten für die Hauptwasserleitung – die Verursacherin des ganzen Übels – und den Einsatz der Feuerwehr addiert werden müssen.

Derart schwerwiegende Wasserrohrbrüche sind laut Eswe-Pressesprecher Rolle eine absolute Seltenheit. „Es kommt schon immer mal wieder vor, dass wir eine Straße aufgraben und das Rohr reparieren müssen. Aber so etwas wie hier, das kommt zum Glück nicht allzu oft vor“, sagt Rolle.

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