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Das alte Amts- und Landgericht   kommt für den Oberbürgermeister als Standort für das Stadtmuseum nicht in Frage.
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Das alte Amts- und Landgericht kommt für den Oberbürgermeister als Standort für das Stadtmuseum nicht in Frage.

Wiesbaden

Visionen für das Stadtmuseum

Wiesbaden braucht ein Stadtmuseum – das fanden jedenfalls mehrheitlich die rund 90 Teilnehmer des siebten „visionären Frühschoppens“.

Von Mirjam Ulrich

Den veranstaltete am Sonntag das Stadtmagazin „Sensor“ und das Walhalla Theater. Im Spiegelsaal diskutierten sechs Kulturschaffende auf dem Podium ihre Visionen für ein Stadtmuseum und die Perspektiven der Kulturszene in der Stadt.

Joachim Baumgartner, der Vorsitzende des Fördervereins Stadtmuseums, will weiterhin einen Neubau an der „Kulturmeile“ Wilhelmstraße „als „Leuchtturm für Wiesbaden“. Dementsprechend konnte er der Vision des Architekten Achim Hupfauf wenig abgewinnen. Der Vorsitzende der Wiesbadener Gruppe des Bunds deutscher Architekten (BDA) zeigte seinen Entwurf für das Stadtmuseum am Busbahnhof. Baumgartner bezeichnete die Idee, den Standort für einen Neubau zu verlegen jedoch als „nicht zielführend“.

Auch der Idee, das Stadtmuseum im Alten Gericht unterzubringen, erteilte Baumgartner jetzt eine Absage. Auf Nachfrage des Moderators Dirk Fellinghauer, Chefredakteur des „Sensor“, erläuterte er, den entsprechenden Aufruf im Dezember habe er „nach dem kategorischen Nein zum Stadtmuseum“ unterzeichnet. Es habe sich dabei nur um einen Prüfauftrag gehandelt. Vielleicht käme es aber als Zwischenlösung für das Projektbüro in Frage, denn der Mietvertrag für dessen Räume sei zum Oktober gekündigt.

Da Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz (CDU) im Publikum saßen, ergriff Fellinghauer die Gelegenheit, direkt nachzufragen. Gerich erläuterte, dass die Stadt gar kein Zugriff auf diese Immobilie besitze. Zudem stelle sich auch die Frage nach der Finanzierung.

Marktkeller für das Projektbüro

Stattdessen bestehe die Möglichkeit, den Marktkeller für das Projektbüro zu nutzen. Diesen Vorschlag habe er bereits mit allen Fachleuten besprochen, er müsse aber noch von den zuständigen Gremien geprüft werden. Die Kulturdezernentin verwies darauf, dass im Marktkeller schon einmal eine Ausstellung des Projektbüros Stadtmuseum zu sehen war.

Torsten Hornung, Betreiber der Website „Museum Digital“, plädierte dafür, die Alternative eines virtuellen Stadtmuseums zu nutzen. Ein Gebäude aus Stein und Glas hielt er für gar nicht nötig, zumal die Betriebskosten zu hoch seien. Dem widersprach der Direktor des Landesmuseums, Alexander Klar. Die Größe von Objekten, beispielsweise, sei in einem Online-Museum nicht zu veranschaulichen, die könne der Betrachter nur unmittelbar erfahren. IHK-Vizepräsident Andreas Voigtländer meldete sich aus dem Publikum zu Wort: „Das digitale Stadtmuseum brauchen wir auch, das können wir parallel machen.“

Gerhard Schulz, Vorsitzender des IHK-Ausschusses Kulturwirtschaft und Vorstand Schlachthof, warf die Frage auf, wie viel Kultur die Stadt sich leisten muss, um ihre Geschicke in die Zukunft zu tragen.

Im Laufe der Diskussion – sowohl auf dem Podium als auch im Publikum – zeigte sich immer wieder, dass auch die inhaltlichen Fragen des Stadtmuseums längst nicht geklärt sind. Es besteht also weiter Diskussionsbedarf.

Das Konzept für das Stadtmuseum stellt der Förderverein am Donnerstag, 12. Februar, 18 Uhr, im Schaufenster Stadtmuseum, Ellenbogengasse 3, vor.

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