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Dort, wo kürzlich noch illegal Müll entsorgt wurde, leben heute seltene Tierarten.

Wiesbaden

Vermüllte Teichfläche in Kastel wird Biotop

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Nach der Renaturierung sind selbst Experten überrascht, wie schnell sich die Vegetation erholt hat und ein Lebensraum für seltene Tierarten entstanden ist.

Eine trocken gelaufene und vermüllte Teichfläche im Bereich der Krautgärten in Mainz-Kastel ist nach einer umfangreichen Renaturierung in ein naturnahes Feuchtbiotop verwandelt worden. Viele Pflanzen, Fische und Wassertiere haben das vom Königsfloßbach gespeiste Gewässer in kurzer Zeit als Lebensraum erschlossen.

Anlass für die Sanierung der Teichfläche sei die seit mehr als 20 Jahren undichte Tonschicht gewesen, über die das Wasser durch die Teichsohle versickert sei, berichtet die Stadt. Deswegen sei das Potenzial eines ökologisch hochwertigen Feuchtbiotops ungenutzt geblieben. Zudem sei das dichte Buschwerk häufig zur illegalen Entsorgung von Sperrmüll genutzt worden, was die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Erholungssuchende erheblich beeinträchtigt habe.

Im April begannen die Sanierungsarbeiten. Auf der Sohle zwischen Einlauf und Auslaufbauwerk wurde das Gewässerbett neu profiliert und naturnah gestaltet. Ein Zaun wurde entfernt, Büsche wurden zurückgeschnitten und kranke Bäume gefällt. Das Auslaufbauwerk und der Teichüberlauf blieben in ihrer Funktion erhalten. Das Teichvolumen wirkt bei Starkregenereignissen als Puffer. Nach nur vier Monaten habe sich bereits im August eine überraschend positive Entwicklung gezeigt. Neben einer sich selbstständig entwickelten gewässertypischen Vegetation wie Röhrichten, die jetzt den Uferrand säumten und zahlreiche Libellenarten beherbergten, seien auch der seltene Wasserskorpion und kleine Fische beobachtet worden. Letztere zeigten sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser an, heißt es in der Mitteilung.

Weitere Informationengibt es auf der Seite www.wiesbaden.de/fliessgewaesser

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