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Umweltschutz in Minischritten

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Mehr als 70 Unternehmen in Wiesbaden beteiligen sich am Programm der Stadt zum Umweltschutz in Betrieben. Die besten Öko-Profit-Projekte werden ausgezeichnet.

Von Gesa Fritz

Die kleinen Dinge werden leicht mal unterschätzt. Völlig zu Unrecht, wie man am Beispiel von Ökoprofit sehen kann. An dem Wiesbadener Programm zum Umweltschutz in Betrieben beteiligen sich inzwischen mehr als 70 Unternehmen in der Landeshauptstadt. Alle versuchen Wege zu beschreiten, um einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig Geld zu sparen. Das kann der Umstieg auf Altpapier, die Nutzung von Zeitschaltuhren oder ein Training zum spritsparenden Autofahren für die Mitarbeiter sein.

Seit Ökoprofit im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, haben die Unternehmen zusammengerechnet mehr als 50.000 Megawattstunden Strom, 3,6 Millionen Liter Kraftstoff und 24 Millionen Euro gespart.

Ökoprofit wächst ständig weiter, gestern wurden die besten Projekte aus 2012/2013 ausgezeichnet. Auch hier ging es wieder um kleine, leicht realisierbare aber effektive Ideen. Mit dem ersten Preis wurde die Mitsubishi Polyester Film ausgezeichnet. Deren Idee, Energie zu sparen, durch ein Missgeschick entstand. Das Unternehmen stellt Polyester-Planen her und bei der Produktion wird Luft auf die Folien geblasen, um diese von Dreck frei zu halten. Eines Tages fiel das Gebläse aus, die Folien war dennoch nicht verunreinigt. Jetzt hat das Chemieunternehmen die Zahl der Lüfter reduziert, spart damit pro Jahr knapp 13 Tonnen Kohlendioxid und nebenbei noch 6600 Euro.

Platz zwei und drei gingen an Unternehmen, die Strom sparen. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden steigt bei den Scheinwerfern von Halogen auf LED um. Die Investition für die 150 Scheinwerfer soll sich nach fünf Jahren gerechnet haben, rund 243000 Kilowattstunden Strom und 43000 Euro spart das Theater dann pro Jahr.

Der drittplatzierte Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau (Evim) ersetzt Deckenleuchten durch Stehlampen, die nur noch bei Bedarf angeknipst werden. Hier sollen 53.300 Kilowattstunden Energie und 10.600 Euro pro Jahr gespart werden.

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