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Umbau des Wiesbadener Walhalla-Theaters soll 2024 starten

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Von: Diana Unkart

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Das einstige Varietétheater Walhalla in der Wiesbadener Fußgängerzone steht seit 2017 leer. M. Schick
Das einstige Varietétheater Walhalla in der Wiesbadener Fußgängerzone steht seit 2017 leer. M. Schick © Michael Schick

Der Zeitplan ist ambitioniert. Eine Steuerungsgruppe soll nun Fragen zu Bau und Nutzung klären.

In Wiesbaden wird eine Steuerungsgruppe für die Sanierung des Walhalla-Theaters eingesetzt. Das einstige Varietétheater inmitten der Fußgängerzone steht seit 2017 leer. Damals war das Haus mit seiner glitzernden Vergangenheit als Varieté, Kino, Disco und Theater wegen Brandschutzmängeln geschlossen worden. Seitdem hat sich der Zustand des Gebäudes, dessen Eigentümerin die städtische WVV-Wiesbaden-Holding ist, deutlich verschlechtert.

Mit der Steuerungsgruppe werde ein Gremium geschaffen, um die baulichen Fragen und die Konzepte für künftige kulturelle Nutzungen unter Einbindung der Kulturszene, des Ortsbeirats, der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften zügig zu behandeln, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). Es gelte, die langjährige Hängepartie des Projekts zu beenden und einen Plan zu entwickeln, der einen Baubeginn 2024 ermögliche. „Wir wollen das herausragende Denkmal sanieren und einen einzigartigen Kulturort in Wiesbaden schaffen. Zugleich wird damit auch viel für die Belebung der Innenstadt getan.“

Ein Großprojekt der Stadt

Die Stadtverordnetenversammlung hatte 2020 das europaweite Ausschreibungsverfahren angehalten und dem Kulturbeirat die Aufgabe übertragen, in einem kreativen Prozess Ideen für die spätere Nutzung zu entwickeln. Parallel sollte auch die WVV Vorschläge erarbeiten, wie es bei der Sanierung weitergehen kann. Alle Vorschläge sollen nach Angaben der Stadt nun in die Arbeit der Steuerungsgruppe einfließen. Angesiedelt wird sie beim Oberbürgermeister, der sie auch führen soll.

Die Gruppe setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Kulturbeirats, der Politik, der WVV, den Planern der SEG-Stadtentwicklungsgesellschaft, des Denkmalschutzes, des Kulturdezernats und des Kulturamts. „Mir ist bewusst, dass die Steuerungsgruppe eine schwere Aufgabe hat. Nur ein partnerschaftliches Vorgehen verspricht tragfähige Lösungen, um zeitnah mit der Sanierung zu beginnen und ein Nutzungskonzept zu erstellen“, sagt der Oberbürgermeister.

Letztlich entscheiden werden die Stadtverordneten. „Wir reden von einem Großprojekt, das auch entsprechende Mittel erfordert. Die Weichenstellungen werden von der Steuerungsgruppe vorbereitet, aber von der Stadtverordnetenversammlung entschieden.“ Erstes Etappenziel sei es, möglichst zeitnah eine Grundsatzvorlage zu erstellen, die den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt wird“, sagt Mende. diu

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