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Tocotronic am Schlachthof

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Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow
Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow © ddp

Das Folklore-Festivals am Wiesbadener Schlachthof bietet seinen Besuchern noch mehr Programm als in den Vorjahren. Die Veranstalter rechnen mit 20.000 Besuchern.

Die Ausgabe 34 des Wiesbadener Festivals „Folklore im Garten“ empfängt seine Freunde und Besucher in diesem Jahr mit noch mehr Programm: Fast 200 Künstler aus neun Ländern werden am letzten Augustwochenende auf dem Gelände um den Schlachthof zu Gast sein. Insgesamt 32 Bands sind von Freitag, 27. August, bis Sonntag, 29. August, zu hören und sehen.

Neben großen Namen wie Tocotronic, Blumentopf und Gisbert zu Knyphausen treten auch unbekanntere Künstler wie Miss Li und RotFront auf. Wie üblich böten die Festivalverantwortlichen außerdem lokalen Bands die Möglichkeit, ein Konzert zu geben, sagte Organisator Dietmar Krah vom Schlachthof. Unter dem Motto „Local Band Explosion“ spielen Kons-t, WBN-Squad, Sirtoby, C-Types, Davidsson und Smooth Mather Project. Bei Folklore komme es auf die Mischung an, betont Krah: „Nicht nur bekannte Profi-Bands kommen, sondern auch ein Dutzend regionale Bands kriegen einen Auftritt.“

Die besten Wiesbadener Bands eröffneten an drei Tagen die Bühnen, ergänzt Dennis Peters, einer der Programmverantwortlichen. Begleitet werden die Konzerte auf der Parkbühne, in der Halle und in der Räucherkammer von Comedy und Straßentheater, 16 Party-Areas und einem Festivalmarkt.

An allen drei Festivaltagen können außerdem in der „Footbag Corner“ die besten Footbag-Freestyle-Spieler der Region zeigen, was sie mit ihren schnellen Füßen und dem kleinen, weichen Ball können. In der „Magic Sky Arena“, die vor allem für die Straßentheater und die Comedy gedacht ist, treten erneut Mitglieder des Wiesbadener Jugendzirkus auf. Sie zeigen Akrobatik, Jonglage, Einradnummern und feurige Diabolospiele.

Für Familien und Kinder gibt es am Sonntag Programm, unter anderem wird nachmittags ein Spielmobil aufgebaut: mit Rollenrutsche, Pedalos, Basteltischen und Spielgeräten. Neu ist die Möglichkeit, auf dem Festivalgelände zu zelten: Südlich der Halle wird es einen Campingplatz geben, dessen Organisation der Pfadfinderstamm Greutungen übernimmt.

Hoffen auf gutes Wetter

„Folklore im Garten“ kostet den Schlachthof rund 350000 Euro. Die Stadt Wiesbaden bezuschusst das Festival mit 121000 Euro. Zwei Drittel der Kosten muss der Schlachthof also über das Eintrittsgeld reinkriegen. Projektleiter Krah ist zuversichtlich, das zu schaffen. Er rechnet wieder mit mindestens 20000 Besuchern und hofft auf gutes Wetter.

Der Umzug des Folklore-Festivals von Schloss Freudenberg vor vier Jahren habe der Veranstaltung gutgetan, bilanziert Krah. Und der Mythos, einen Tag regne es immer bei Folklore im Garten, sei inzwischen widerlegt: „Seit das Festival am Schlachthof ist, hatten wir nur Sonnenbrand-Wetter.“( fkr/byb)

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