Wiesbaden

Theaterbetrieb gesichert

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Im „Theater im Pariser Hof“ wird es weiter Musik und Kabarett geben. Der Spielbetrieb ist vorerst gesichert. Nun wird ein neuer Betreiber für die Kleinkunstbühne gesucht.

Der Betrieb des Vereins „Theater im Pariser Hof“ soll bis Mitte 2020 gesichert werden, teilt die Verwaltung mit.

Ein Interessensbekundungsverfahren ist gestartet. Potenzielle Betreiber aus dem Rhein-Main-Gebiet können ihr Interesse bis Ende Januar beim Kulturamt der Stadt kundtun. Der Verein „Theater im Pariser Hof“, derzeitiger Betreiber, hat bereits angekündigt, sich bewerben zu wollen.

Wer letztendlich den Zuschlag erhält, entscheidet ein Gremium, dem auch drei Vertreter des Kulturbeirats angehören sollen.

Die Räume des ehemaligen „Pariser Hoftheaters“ im Gebäude Pariser Hof, Spiegelgasse 9, werden seit 2015 vom Verein „Theater im Pariser Hof“ als Kleinkunstbühne genutzt.

Wie die Verwaltung mitteilt, könne die Nutzungsvereinbarung nach Gesprächen mit dem Verein und dem städtischen WIM-Liegenschaftsfonds noch für die erste Jahreshälfte 2020 verlängert werden. Somit könne das „Theater im Pariser Hof“ die Spielzeit 2019/20 absolvieren. Gebe es einen neuen Betreiber, bleibe überdies in der Sommerpause 2020 genügend Zeit, den Wechsel zu organisieren.

Der Verein „Theater im Pariser Hof“ habe sowohl 2017 als auch 2018 Geld vom Kulturamt erhalten, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das Kulturdezernat beabsichtige, das auch in diesem Jahr zu ermöglichen. Ziel sei es, die Betriebsfähigkeit bis zu den nächsten Haushaltsplanberatungen sicherzustellen.

Von 2020 an könne die bestehende mietvertragliche Regelung aber nicht weitergeführt werden. Ab diesem Zeitpunkt müsse wegen der für den WIM-Liegenschaftsfonds bestehenden Verpflichtungen eine adäquate Miete erhoben werden. Für die erste Jahreshälfte 2020 ist eine Miete von fünf Euro pro Quadratmeter und ab 1. Juli 2020 eine Miete von 8,50 Euro pro Quadratmeter vorgesehen.

Zu den Haushaltsplanberatungen 2020/21 werde das Kulturdezernat ein Vorschlag zur Förderung vorgelegen der dem Bedarf für die künftige kulturelle Nutzung Rechnung trage, kündigt die Verwaltung an.

Ob die Gastronomie im Gebäude Spiegelgasse 9 ausgeschrieben werde, stehe noch nicht fest. Eine gemeinsame Ausschreibung von Bühne und Gastronomie werde es jedoch nicht geben. diu

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