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Strukturwandel bei den Katholiken in Wiesbaden

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Von: Madeleine Reckmann

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Im Bistum Limburg sollen künftig anstatt der elf Bezirke fünf Regionen die mittlere Ebene der Verwaltung bilden.
Im Bistum Limburg sollen künftig anstatt der elf Bezirke fünf Regionen die mittlere Ebene der Verwaltung bilden. © Michael Schick

Um künftig sexuellen Missbrauch zu verhindern, organisiert sich die Kirche um.

Die Erkenntnisse über den Missbrauch in der katholischen Kirche führen jetzt zu einem umgreifenden Struktur- und Kulturwandel im Bistum Limburg. Bis spätestens April 2024 werden aus den bislang drei katholischen Bezirken in Wiesbaden, im Rheingau und im Untertaunus eine von insgesamt fünf Regionen im Bistum. Dies teilt das Bistum am Mittwoch mit. Um Machtmissbrauch zu verhindern, soll jede Region von einem Zweierteam geleitet werden, vorzugsweise jeweils von einem Mann und einer Frau. Eine der beiden Personen, die vom Regionalsynodalrat (gewählte Vertretung der Katholiken in der Region) für fünf Jahren gewählt werden, soll dem pastoralen Berufsfeld angehören.

Gesteuert wird der Prozess von einem gewählten Regionenausschuss, der sich am 9. Januar konstituiert und Renée Jaschke (Pfarrei St. Bonifatius/Wiesbaden) zu seiner Vorsitzenden gewählt hat. In seiner nächsten Sitzung am 8. Februar will der Ausschuss die zwei Personen als vorläufige Regionenvertretung wählen. Bis dahin wird die Region vom Wiesbadener Stadtdekan Klaus Nebel vertreten. Ziel des Transformationsprozesses ist es, die dezentrale und regionale Perspektive im Bistum zu stärken und Machtmissbrauch zu verhindern. mre

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