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Wiesbaden

Stromleitung im Wiesbadener Osten verläuft teilweise unterirdisch

  • VonDiana Unkart
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Die neue Variante ist technisch aufwendiger und damit teurer. Kritik kommt von einer Bürgerinitiative. Sie fordert, auch weitere Teilstücke sollten unter der Erde verlaufen.

Die geplante Stromtrasse im Wiesbadener Osten wird teilweise unterirdisch verlaufen. Das teilt der Netzbetreiber Syna mit. Zuvor hatte es vor allem aus den betroffenen Ortsteilen Kritik an der Trassenführung gegeben. Gänzlich verstummt ist sie auch nach der Ankündigung nicht.

Der Bau der rund fünf Kilometer langen Stromleitung zwischen Wiesbaden-Breckenheim und Wiesbaden-Bierstadt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Syna und SW-Netz, einer Tochter des kommunalen Unternehmens Eswe-Versorgung. Der Netzausbau sei notwendig, weil der Energiebedarf steige und die Versorgung der Stadt Wiesbaden und des Rheingaus sichergestellt sein soll, heißt es.

Ursprünglich war geplant, die Leitungen über 21 Masten zu führen, die etwa 35 Meter hoch sein sollten. Die Trasse für die 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung verlief in der ursprünglichen Variante weitgehend über landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Nun soll ein Teil der neuen Leitung als Kabel verlegt werden. Vorausgegangen waren Gespräche unter anderem mit den Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Vertreterinnen und Vertretern in den Ortsbeiräten.

Leitung wird länger

Nach Syna-Angaben bedeute die Lösung mit Teilverkabelung Mehrkosten und zusätzlichen technischen Aufwand. Auch belaste sie die Umwelt mehr, berücksichtigte aber die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort. „Auch wenn die Teilverkabelung für uns ein Kompromiss ist, ist sie die bestmögliche Alternative für den Wiesbadener Osten“, sagt Andreas Berg, Technischer Geschäftsführer der Syna GmbH.

Bei dieser Lösung hört die Freileitung zwischen der Ländchesbahn und dem Wäschbach auf. Das Kabel führt über den Ortsteil Kloppenheim bis zur Umspannanlage in Bierstadt. Die Freileitungsstrecke verkürzt sich dadurch um rund die Hälfte. Die gesamte Leitungslänge verlängert sich jedoch um rund einen Kilometer. Der Großteil der Kabelstrecke wird entlang der vorhandenen Wege gelegt. Statt der zunächst vorgesehenen 21 Masten werden nun zwölf in den Stadtteilen Medenbach, Igstadt und Breckenheim errichtet.

Simon Rottloff, Vorsitzender des Ortsbeirats Kloppenheim, sagt, die Lösung trage wesentlich zum Erhalt des einzigartigen Landschaftsbildes bei. Die Bürgerinitiative „Keine Hochspannungsfreileitung durch unser Ländchen“ fordert auch für die Strecke von Igstadt nach Medenbach ein Erdkabel und verweist darauf, dass der Ausbau der bestehenden Stromtrassen durchaus eine Alternative zum Bau einer neuen Leitung darstelle. Diese Möglichkeit würde aber nicht näher betrachtet.

In einem nächsten Schritt, so teilt Syna mit, könne nun das Planfeststellungsverfahren für die Freileitungsstrecke in die Wege geleitet werden. Für die Kabelstrecke sei kein Planfeststellungsverfahren vorgeschrieben. Die Genehmigung erteilten die städtischen Behörden.

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