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Straßenreinigung ohne Hindernisse

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Die Stadt will das „Pariser Modell“ von April an schrittweise einführen, damit Wiesbadens Straßen sauberer werden. Damit Fahrbahnen, Rinnen und Gullys gereinigt werden können, soll es temporäre Halteverbote für Autofahrer geben.

Der Testlauf hat den Ordnungsdezernenten überzeugt: Die Reinigung dreier Straßen nach dem „Pariser Modell“ hat offenbar derart glänzende Ergebnisse gebracht, dass Oliver Franz (CDU) das Modell vom 1. April an schrittweise einführen will.

„Ziel ist die Verbesserung des Sauberkeitszustands“, wird Franz in einer Pressemitteilung zitiert. Sprich: Die Wiesbadener Straßen sollen sauberer werden. Das Modell soll nach und nach auf 37 Straßen angewandt werden, deren Reinigung durch geparkte Autos erschwert wird, heißt es in der Vorlage, die der Magistrat an die Ortsbeiräte weitergeleitet hat. Dort würden temporäre Halteverbote ausgesprochen, um Fahrbahn, Rinne und bei Bedarf auch die Gullys zu reinigen.

Den Anfang macht die Mosbacher Straße im Stadtbezirk Südost. Da hier viele Lehrer und Schüler der angrenzenden Schulen parkten, empfehle sich der Beginn in den Osterferien, erläutert Franz.

Bis Ende September sollen die übrigen für dieses Jahr ausgewählten Straßen folgen. „Diese schrittweise Einführung des Pariser Modells ist notwendig, weil die Entsorgungsbetriebe das jeweils optimale Reinigungsintervall identifizieren müssen.“ Schließlich solle die größtmögliche Sauberkeit bei geringstmöglicher Belastung der Anwohner erzielt werden. Deshalb würden „einige wenige Straßen“ im Wochenrhythmus nach dem Pariser Modell gereinigt, bei anderen reichten längere zeitliche Abstände aus.

Durchweg positiv seien die Reaktionen der Anwohner während des Probelaufs ausgefallen, berichtet Franz‘ persönlicher Referent Ralf Wagner. „Die Leute waren begeistert von der Sauberkeit der Straßen.“ Lob habe es zudem für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes gegeben, die sich stets bemüht hätten, die Halter der trotz Verbotsschilder abgestellten Autos ausfindig zu machen und nur in Ausnahmefällen den Abschleppdienst riefen.

„Auf Dauer werden sich die Anwohner an die Regelungen gewöhnen“, glaubt Wagner, räumt aber auch ein, „dass wir Pendler oder Besucher mit unseren Hinweisschilder nicht immer erreichen werden. Da stoßen wir dann an unsere Grenzen.“ (hut)

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