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Stimmzettel mit sechs Namen

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Will weitere sechs Jahre Rathauschef bleiben: Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU).
Will weitere sechs Jahre Rathauschef bleiben: Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU). © dpa

Vier Männer und eine Frau fordern bei der OB-Wahl im Februar 2013 Amtsinhaber Helmut Müller (CDU) heraus. Nach dem Debakel im Jahr 2007 um die vergessene Anmeldung für die OB-Wahl geht die SPD diesmal auf Nummer sicher.

Die Anmeldefrist für Bewerber bei der Oberbürgermeisterwahl am 24. Februar ist am gestrigen Donnerstag um 18 Uhr abgelaufen. Laut Wahlamtsleiter Rüdiger Wolf haben sich sechs Kandidaten rechtzeitig angemeldet.

SPD reicht Unterlagen im Sommer ein

Vier Männer und eine Frau fordern den 60 Jahre alten Amtsinhaber Helmut Müller (CDU), der weitere sechs Jahre Rathauschef bleiben möchte, heraus. Nach der vergessenen Anmeldung im Jahr 2007 war die SPD diesmal auf Nummer sicher gegangen und hatte die Unterlagen für ihren Kandidaten, Fraktionschef Sven Gerich (38), bereits im Sommer im Wahlamt eingereicht. Der Name von Grünen-Fraktionschefin Christiane Hinninger (51) wird ebenfalls auf dem Stimmzettel stehen.

Zudem haben drei politisch unbekannte Männer ihren Hut in den Ring geworfen. Hans-Jörg Tangermann (46) tritt für die Piraten an und Torsten Hornung (51) für die erst zu Jahresbeginn gegründete Partei „Die Mitte“. Auch der parteilose, aber den Linken nahestehende Schauspieler und Unterhaltungskünstler Peter Silbereisen (58) hat es geschafft, die nötigen 162 Unterstützerunterschriften zu sammeln, sagte Wahlamtsleiter Wolf.

Silbereisen hatte bereits vor sechs Jahren versucht – damals allerdings als Kandidat der Linken Liste –, den Chefsessel im Rathaus zu erobern. Der Schauspieler erhielt damals fünf Prozent. Die frühere Verkehrsdezernentin Hinninger wiederum war bei der OB-Wahl 1997 schon einmal angetreten. Neun Prozent der Wähler stimmten für sie.

Liberale unterstützen CDU

Die anderen im Stadtparlament vertretenen Parteien wie FDP, Bürgerliste, Freie Wähler und die Linke verzichten auf eigene Kandidaten. Die Liberalen wollen Amtsinhaber Müller unterstützen, obwohl die CDU mit der SPD koaliert.

Müllers Amtszeit endet offiziell am 1. Juli 2013. Wenn im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, wird es am 10. März eine Stichwahl geben. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten Müller und Gerich. Um den Koalitionsfrieden nicht zu stören, halten sich bislang beide mit Attacken zurück. Angesichts der wachsenden Kritik an der Koalition unter anderem wegen weiterer Privatisierungen wie beim Bau des Stadtmuseums werden der Grünen-Politikerin Hinninger Chancen auf einen Achtungserfolg eingeräumt. (byb.)

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